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Arne Jacobsen im Blut

Seit 50 Jahren folgt der dänische Armaturenhersteller vola dem Ideal zeitloser Einfachheit

Arne Jacobsen im Blut
Die ungewöhnliche Produktfarbpalette reicht bis in die 1970er-Jahre zurück.
Arne Jacobsen im Blut
Arne Jacobsen (1902–71) gab vola 1968 eine neue Perspektive. Produziert wird bis heute in Horsens in Jütland.
Arne Jacobsen im Blut
vola-Designer und Jacobsen-Schüler Teit Weylandt
Arne Jacobsen im Blut
Unternehmer Verner Overgaard
Arne Jacobsen im Blut
Vor allem beim Finish wird bei vola noch richtig Handarbeit angelegt.
Eigentlich gehen die Wurzeln des Unternehmens bis ins Jahr 1873 zurück. Aus gutem Grund feiert... mehr

Eigentlich gehen die Wurzeln des Unternehmens bis ins Jahr 1873 zurück. Aus gutem Grund feiert der dänische Armaturenhersteller vola aber „nur“ seinen 50. Geburtstag: Es ist das moderne Produktdesign, das 1968 infolge einer Entwurfszusammenarbeit mit dem renommierten dänischen Architekten Arne Jacobsen im Unternehmen begründet wurde und die Unternehmenszeitrechnung in ein Davor und ein Danach einteilt. Im engen Dialog mit Verner Overgaard, dem damaligen Firmendirektor, entwarf Jacobsen die ersten konsequent funktionalen Armatur-Prototypen: Es war die Geburtsstunde der Mischbatterie, die alle Rohre und Ventile in der Wand verschwinden ließ. Ausdruck fand das funktionale Denken in einem reduzierten Design, das die Geometrie des Kreises und die Proportionen zum Sprechen bringt. Mit der Wandarmatur 111, dem Einhandmischer KV1 und dem HV1 entstanden dabei echte Archetypen der Sanitärgestaltung, die weit über Skandinavien hinaus Furore machten: Bereits 1974 wurde die Armaturenserie in die ständige Sammlung des New Yorker MoMA aufgenommen.

Bis heute hält vola an dem Erbe von Arne Jacobsen fest: Zeitlosigkeit und Einfachheit prägen das Design der Marke, verbunden mit einem Bekenntnis zu Hochwertigkeit und Handwerklichkeit. Produziert wird ausschließlich in Rohmessing und massivem Edelstahl – und das auch weiterhin am angestammten Standort in der Provinz Jütland mit mittlerweile über 230 Mitarbeitern. Die Herstellung basiert dabei auf der idealen Mischung aus skandinavischem Handwerk und zukunftsorientierter Technologie: Mithilfe von Präzisionstechnologien wurden weite Bereiche der Produktion automatisiert – die Qualitätskontrolle aber auch das Finish von Schleif- und Polierarbeitsgängen liegt nach wie vor in der bewährten Hand geschulter Facharbeiter.

Neben Nachhaltigkeit und Recyclingfähigkeit ist Langlebigkeit ein entscheidender Faktor der vola-Produktphilosophie. Das zeigt sich nicht nicht nur in verschiedenen Spararmaturen, sondern auch im Design. Seit 50 Jahren vollzieht sich die Produktentwicklung bei vola stets unter der Voraussetzung, dass das Original erhalten bleibt. Nur graduell und in einem genauen Prozess des Abwägens zwischen Original, Anpassung und Weiterentwicklung wurde die Produktreihe von Industriedesigner und Jacobsen-Schüler Teit Weylandt erweitert. Vor Jahren ist das Architektur- und Designbüro Link Arkitektur in seine Fußstapfen getreten – zuletzt etwa mit der mehrfach preisgekrönten Kopfbrause 060, die ein Meisterstück in Sachen Proportionierung und langlebiger Materialästhetik darstellt. Dass die Konzentration auf die Klassiker keineswegs ein großes Produktspektrum ausschließt, beweist der dänische Hersteller schon lange: So sind alle Armaturen in Edelstahl oder auch in Rohmessing erhältlich, zusätzlich 14 weiterer Farb-Pulverbeschichtungen. Auf Wunsch sind sogar Sonderanfertigungen möglich.

www.vola.de