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Zwei-Haus-Prinzip

Nachhaltig ausgelegter Kindergarten mit vielfältig bespielbaren Außenräumen

Maßstabsgerecht gegliedert und ergänzt durch einen neuen multifunktionalen Quartiersplatz – das... mehr

Maßstabsgerecht gegliedert und ergänzt durch einen neuen multifunktionalen Quartiersplatz – das ist die Leitidee der beiden Planungsbüros 2BA Architekten und urban 3 beim Entwurf des Neubaus. Dabei fügen sich die beiden Baukörper gut in die bestehende Wohnbebauung und sind dennoch als Sonderbau klar zu erkennen. Dadurch entstand ein Ort für Kinder mit hohem Identifikationswert. Das Zwei-Haus-Prinzip unterstützt die unterschiedlichen Bedürfnisse nach Ruhe und Bewegung von Kindergarten- und Krippenkindern. Dabei stehen die Gebäude so zueinander, dass strukturierte und gut nutzbare Außenräume entstehen. Der Entwurf der beiden langen Häusern mit geneigtem Dach und seiner gemeinschaftlichen Mitte ist hoch funktional und flexibel sowie ökonomisch und ökologisch. Ausgelegt ist der Kindergarten mit Kita für vier Gruppen mit rund 80 Plätzen.

Die innere Erschließung ist übersichtlich gestaltet: Die Flure sind gut belichtet und bieten vielfältige Szenarien für Spiel und Aufenthalt. Treppen verbinden die übereinanderliegenden Flure, sodass der Kindergartenbereich auch als offenes Konzept über zwei Geschosse mit Themenzimmern genutzt werden kann. Es sind aber auch drei fest zugeordnete Gruppenräume im Erdgeschoss und dazugehörige Sonderräume im Obergeschoss möglich. Alle Gruppenräume haben direkten Bezug zum Außenbereich auf rund 1.050 m².

Zum parkähnlichen Außenraum öffnet sich das Gebäude mit einer vorgehängten Holzfassade. Zur Straße zeigt es sich mit seinen gerade geschnittenen Ziegeln mit wenigen präzise Öffnungen. Helle und dunklere Ziegel ergeben ein lebendiges Muster, das sich spielerisch über die Wand- und Dachfläche bewegt und mit der ruhig wirkenden vertikalen Holzschalung einen schönen Kontrast bildet. Die Oberflächen im Inneren sind schlicht gehalten und erhalten durch hölzerne Abhangdecken und Türen aufgewertet eine ausgewogene Materialzusammenstellung.

Das freiraumplanerische Konzept beinhaltet die Bildung öffentlicher und gemeinschaftlicher Außenräume, die multifunktional in die umgebende Bebauung eingebunden sind. So dient der Vorplatz des Kindergartens als Elterntreff, öffentlicher Quartiersplatz und als Zugang zum bestehenden Spielplatz.  

www.2b-a.de
www.urban-3.de

Fotos:

Markus Guhl
www.architekturfotograf-markus-guhl.com

(Erschienen in CUBE Stuttgart 02|21)

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