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Wie man sitzt, so arbeitet man

Ergonomische Bürostühle für gesundes Sitzen

Wir wissen durch zahllose Studien – und oft genug auch durch eigene, leidvolle Erfahrung – dass... mehr
Wir wissen durch zahllose Studien – und oft genug auch durch eigene, leidvolle Erfahrung – dass wir zu viel sitzen. Mangelnde Bewegung ist die Ursache vieler Erkrankungen. Was aber auf den ersten Blick so leicht zu ändern erscheint, ist in unserer heutigen Büro-Arbeitswelt schier unmöglich. 4, 8 oder 10 Stunden am Schreibtisch zu verbringen, ist unabdingbarer Bestandteil immer mehr Berufstätiger.

Hier hilft die Ergonomie, die Wissenschaft von den Gesetzmäßigkeiten menschlicher Arbeit. Insbesondere die physiologische Anpassung, also körpergerechte Stühle, Tische und Arbeitsgeräte, sind für das Wohlbefinden, die Kreativität und Produktivität aller am Schreibtisch Arbeitenden von großer Bedeutung. Viele Büromöbelhersteller setzen sich wissenschaftlich mit dem Arbeiten im Sitzen auseinander, entwickeln ihr ausgefeiltes Mobiliar nach neuesten Erkenntnissen weiter und setzen dies auch gestalterisch um. Ziel ist, häufige und vielfältige Bewegungen in die Büroarbeit zurückzubringen, um Körper und Geist zu aktivieren sowie Schmerzen und Verspannungen wirkungsvoll vorzubeugen.

Die charakteristische Form des Sattelstuhls Capisco (Design Peter Opsvik) von HÅG (a) ist ein Klassiker des aktiven Sitzen. Die spezielle Form bewirkt eine optimale körperliche Unterstützung in zahlreichen Sitzpositionen. Zudem motiviert der Stuhl durch die BalancedMovement-Mechanik sich frei zu bewegen – von den Füßen bis zu den Schultern. Der Körper bleibt im Gleichgewicht: Ob frontal, seit- sowie rückwärts sitzend oder in bequemer Steh-Sitz-Position.

Mit dem Drehstuhl Camiro (Design Martin Ballendat) reagiert Girsberger (b) auf neue Formen der Büroarbeit. Wenn mehrere Mitarbeiter den gleichen Stuhl benutzen, machen sich die wenigsten die Mühe, ihn auf den eigenen Körper einzustellen, deshalb hat Camiro eine Synchronmechanik mit automatischer Gewichtsanpassung. Sitzhöhe, Sitztiefe und Neigefunktion lassen sich schnell und intuitiv verstellen. Piktogramme machen die Bedienung auf einen Blick verständlich.

Der Drehsessel Leadchair (Design EOOS) ist typisch für Walter Knoll (c): Zeitlose Modernität, ständige Weiterentwicklung der Polsterkompetenz, elegante Gestaltung von Linie und Fläche, Transparenz der Funktion. Jedes Bauteil und jede Linie sind präzise aufeinander abgestimmt. Wie aus einem Guss erscheinen Fußkreuz, Drehsäule, Sitz- und Rückengabel und die Armlehnen. Der Winkel zwischen Sitz und Rückenlehne öffnet sich beim Zurücklehnen. Der Sitz senkt sich nach hinten ab. Die stützende Wirkung des Rückens ist individuell über den Drehzylinder unter dem Sitz einstellbar.

Eine ausgereifte Synchronmechanik lässt beim Drehstuhl Yoster is3 (Design Sven von Boetticher) von Interstuhl (d) Sitz und Rücken den Bewegungen des Körpers folgen. Der Gegendruck der Rückenlehne lässt sich individuell einstellen, so dass Menschen unterschiedlichster Gewichtsklassen gleichermaßen gut unterstützt werden. Der Stuhlrücken ist höhenverstellbar und besitzt eine regulierbare Lordosenstütze. Die Sitztiefenverstellung erlaubt die Anpassung der Sitzfläche an die Körpermaße. Mit optionalen 2D- oder 4D-Armlehnen ist auch im Bereich von Armen und Schultern für Entlastung gesorgt. Das Bedienkonzept ist selbsterklärend.

Um die Bewegungen des Körpers beim Arbeiten besser zu verstehen, hat die Firma Steelcase (e) eine weltweite Studie zur Analyse von Sitzhaltungen durchgeführt. Danach entwickelte sie den Stuhl Gesture, um neue Sitzhaltungen durch neue Technologien angemessen zu berücksichtigen. Rückenlehne und Sitzfläche sorgen als synchronisiertes Bewegungssystem für Nutzerkomfort und dauerhafte Unterstützung. Die Armlehnen bewegen sich wie Arme eines Menschen, wodurch sich völlig neue Bewegungsspielräume ergeben. Schultern und Arme erfahren eine optimale Unterstützung. Die natürlich geformte Sitzfläche mit flexiblen Seitenränder ermöglicht bequemes Sitzen auch über längere Zeiträume.