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Wandeln durchs gestaltete Grün

Zweiteiliger Garten einer denkmalgeschützten Villa 

Wandelgarten – das klingt doch sehr poetisch. Es lässt einen an Müßiggang, achtsames Wahrnehmen... mehr

Wandelgarten – das klingt doch sehr poetisch. Es lässt einen an Müßiggang, achtsames Wahrnehmen in der Bewegung und Entspannung des Geistes denken. Dieser Wandelgarten gehört zu einer vorwiegend privat genutzten Galerie in einer historischen und denkmalgeschützten Villa der Jahrhundertwende. Der zweite Bereich der Gartenanlage befindet sich am Eingang des repräsentativen Gebäudes.

Realisiert wurde der Garten in zwei Bauabschnitten. Die hohe Qualität der Materialität und die Formensprache der vorhandenen Villenarchitektur, der Mauern und der Treppen waren für die Landschaftsarchitektin Bettina Jaugstetter ein großer Anreiz, mit einer ebenso hohen Qualität die moderne Neugestaltung zu realisieren. Die hochwertigen Natursteinbeläge aus Jurakalk verbinden die bestehenden Mauern und Treppen mit dem passgenau eingefügten Carport. Sie erzeugen eine angenehme Atmosphäre in dem nach Norden ausgerichteten Vorgarten. Die dezente, aber effektvolle Beleuchtung im Garten und an der Decke des Carports erzeugt auch im Dunkeln eine stimmungsvolle Szenerie. Der individuell und aufwändig gestaltete Carport, der an eine Vorhalle denken lässt, kann temporär als Ausstellungsfläche für Skulpturen aus der privaten Galerie genutzt werden. Die Farbgebung der aus Stahl gefertigten Einbauten wie Carport, Schiebetor, Müllboxtüren und Briefkasten wurden mit den Fassaden- und Mauerfarben fein abgestimmt und einheitlich gefertigt. Eingesetzt wurde dafür warmgewalzter Profilstahl mit einer tiefmatten Pulverbeschichtung und Perlglimmer. Der Carport ist mit einer über verschiedene Jahreszeiten attraktiven Bepflanzung aus Schnittlauch (Allium schoenoprasum), Pfingst-Veilchen (Viola sororia), Vogelfuß-Segge (Carex ornithopoda „Variegata“) und schattentoleranten Sedum-Arten bestückt.

Von der großzügigen Terrasse überblickt man den nach Südwest exponierten Wandelgarten hinter der Villa. Eine breite Achse führt auf eine Polyeder-Skulptur zu, gestaltet von der Weinheimer Künstlerin Loraine Heil. Die Skulptur wurde als Auftragsarbeit speziell für diesen Standort entworfen und angefertigt. In die Fuge der Achse wurde wohlriechender Thymian gepflanzt. Die Geste einer halbrund geformten Sitzbank fängt den Hang zum ehemaligen Eiskeller der Villa ab und lädt Gäste zum Verweilen ein. Das leise Plätschern eines Brunnens blendet die Geräusche der Umgebung aus. Die lebendige Bepflanzung lässt die Bauherrin den Wechsel der Jahreszeiten erleben. Für die Terrasse, die Treppe sowie die Wege, radial gesägte Abdeckplatten und Mauersteine wurden Haardter Sandstein aus Hanbuch in der Pfalz verwendet.  

www.jaugstetter-landschaftsarchitektur.de

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Garten- und Landschaftsarchitekten:

Bettina Jaugstetter
www.jaugstetter-landschaftsarchitektur.de

Fotos:

Bettina Jaugstetter, Cassian Schmidt