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Wärme aus der Tiefe

Individuelle und flexible Grundrisse in einem energieautarken Mehrfamilienhaus

Wärme aus der Tiefe
UG
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EG
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1. OG
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2. OG
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3. OG
Wärme aus der Tiefe
Dachaufsicht
In Baden-Württemberg ist diese Bohrtiefe bisher einmalig: Fast 240 m tief wurden die zwei... mehr

In Baden-Württemberg ist diese Bohrtiefe bisher einmalig: Fast 240 m tief wurden die zwei Erdsonden als Teil des intelligenten Energiekonzeptes eingebracht und in enger Zusammenarbeit mit dem Energieversorger ENCW das Stromkonzept geplant. Verbunden mit einer hocheffizienten Wärmepumpe versorgen die Erdsonden das von zweib Architektur geplante Mehrfamilienhaus mit Wärme über eine flächendeckende Fußbodenheizung. Sie können im Sommer bei Bedarf die Räume auch kühlen. Über eine Frischwasserstation bereitet die Wärmepumpe zudem das Wasser für die Bäder auf. Den über die Photovoltaikanlage gewonnenen Strom nimmt ein Speicher auf. Er deckt den gesamten Strombedarf des Gebäudes inklusive der Wärmepumpe und der Lüftungsgeräte. Überschüssige Solarenergie wird derzeit in das Stromnetz eingespeist. Außerdem ist jede der ebenerdigen Garagen mit einer Schnellladestation für Elektroautos und E-Bikes ausgestattet.

Dank der flexiblen Tragstruktur inklusive nichttragender, also austauschbarer Innenwände können die sechs Wohnungen individuell auf Bewohner in unterschiedlichen Lebenssituationen angepasst werden. Von der kleinen 2,5-Zimmer-Wohnung bis zum Penthouse mit Dachterrasse ist alles möglich. So wird ein guter Wohnungsmix erzeugt, der eine heterogene und lebhafte Gemeinschaft der Bewohner fördert. Über den verglasten Aufzug im hellen Treppenhaus sind alle Wohnungen barrierefrei erreichbar. Auf den großzügigen Loggien lassen sich die Freibereiche ausgiebig nutzen und der zentrale Stadtraum beleben. Klare Details und gezielt eingesetzte Materialen betonen den reduzierten Baukörper, der sich in seiner abgeschrägten Grundform dem Verlauf des angrenzenden Flusses anpasst. Das Einschneiden der Freibereiche prägt die markante Fassadengestaltung des Gebäudes im Hell-Dunkel-Kontrast. Die unsichtbar befestigten Fassadenplatten und flächenbündigen Details der eingefärbten Glasgeländer unterstreichen den hohen gestalterischen Anspruch. In Kombination mit den feinen Putz- und Metalloberflächen erzeugen sie eine reduzierte und zeitlose Architektursprache bei einem gleichzeitig kosten- und umweltbewussten Einsatz der Materialien Glas, Holz, Metall und Sichtbeton.

www.zweib-architektur.de

Fotos:

Thomas Fritsch
www.thomas-fritsch.com

Karl Huber Fotodesign
www.studio-khf.de