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Sensibel saniert

Sanierung im Bohnenviertel

Das als Bohnenviertel bekannte Quartier liegt im Herzen der Landeshauptstadt. Es ist eines der... mehr
Das als Bohnenviertel bekannte Quartier liegt im Herzen der Landeshauptstadt. Es ist eines der wenigen Viertel der Stadt, in dem man einen gut erhaltenen Altbaubestand findet. Die Mischnutzung von kleinen, feinen Restaurants, Kleingewerbe und Wohnen macht dieses Quartier sehr lebendig. Im Jahr 1976 hat der Gemeinderat der Stadt angesichts der damals drohenden Stadtflucht der Wohnbevölkerung beschlossen, das Bohnenviertel als innerstädtisches Wohngebiet zu revitalisieren. Im Rahmen der Anerkennung als demonstratives Versuchs- und Vergleichsbauvorhaben des Bundesbauministeriums entstanden somit 51 geförderte Sozialmietwohnungen mit 4.450 m2 Wohnfläche und 1.226 m2 Gewerbefläche.

Die Planungsgesellschaft für Städtebau, Architektur und Freianlagen aus Esslingen erhielt im Jahr 2013 den Auftrag, die bewohnten Gebäude mit einem Investitionsvolumen von rund 2,5 Mio. Euro energetisch zu sanieren, was sich aufgrund der Gebäude- und Fassadentypologie als sehr anspruchsvolle Aufgabe herauskristallisierte. Das gesamte Quartier im Bohnenviertel ist mit einer Tiefgarage unterbaut. Die Nutzung dieser drei Gebäude verteilt sich auf 51 Mietwohnungen in den Erd- und Obergeschossen, die zumeist von der Innenhofseite und über Dachstraßen/Laubengänge erschlossen werden, sowie auf zehn Gewerbeeinheiten. Die Gewerbenutzung befindet sich vor allem in dem Gebäude Charlottenstraße mit Laden- und Büronutzung im Erdgeschoss sowie einer Arztpraxis, Kindergarten und Kindertagesstätte im 1. Obergeschoss.
Im Gebäude an der Kanalstraße gibt es zwei Restaurants im Erdgeschoss, während das Haus an der Rosenstraße durch eine Praxis genutzt wird. Die Aufgabe der Architekten erschwerte sich dadurch, dass die Umsetzung während des „laufenden Betriebs“, das heißt bei kompletter Nutzung, durchgeführt werden musste. In der Praxis hieß dies, dass während aller Arbeiten die Maßnahmen für Lärmschutz und für die Begrenzung der Staubentwicklung, Sicherheit und Sauberkeit zwingend zu beachten waren.

Es schien den Architekten sinnvoll, die Sanierung der drei Gebäude in zwei Baubabschnitten durchzuführen. Begonnen wurde mit dem Haus an der Rosenstraße, während die Gebäude der Charlotten- und Kanalstraße im zweiten Bauabschnitt bearbeitet wurden. Nach einem vorher erstellten Bestandgutachten haben die Architekten dann folgende Sanierungsmaßnahmen durchgeführt: Die Holzfenster und Rolläden in den Wohnungen sowie einzelne Haustüren wurden ausgetauscht. Sowohl der Fassadenputz als auch beschädigte Betonteile wurden saniert. Die Abdichtung des Flachdaches musste erneuert werden. Saniert wurden zudem die Leitungsdämmungen im Untergeschoss und im Außenbereich. Alle Wohnungen erhielten eine geregelte Lüftungsanlage.

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Planungsgesellschaft für Städtebau, Architektur und Freianlagen
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