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Räume der Möglichkeiten

Verstaubter Lernort wird zu offenem und vernetztem Lebensraum

Die Karlshochschule International University – kurz: Karls – ist eine staatlich anerkannte... mehr

Die Karlshochschule International University – kurz: Karls – ist eine staatlich anerkannte Hochschule mit rund 650 Studierenden in der Karlsruher Innenstadt. Sie versteht sich als internationaler und interkultureller Begegnungsraum mit regionaler Bindung. Mit dem Umbau sollten die klassisch gestalteten Lernräume zu Räumen mit vielfältigen Möglichkeiten werden. Dazu lösten baurmann.dürr Architekten die traditionelle Klassen- und Seminarstruktur auf und schufen offene Zonen, separiert durch raumhohe Verglasungen. „Wir sind der Auffassung, dass eine Hochschule ein öffentlicher Raum ist. Damit ist auch die Lehre innerhalb einer Hochschule öffentliches Gut und sollte von allen Studierenden wahrgenommen werden können“, erläutert Henning Baurmann den Gestaltungsansatz, die Seminar- und Lehrräume so transparent wie möglich zu halten. Wesentlich bei der Planung waren sowohl Einfachheit und gute Orientierung als auch funktionale und vor allem praktikable und rasch umsetzbare Lösungen. Innerhalb eines halben Jahres planten die Architekten den Umbau der Hochschule, der in einem weiteren halben Jahr etagenweise in mehreren Bauabschnitten bei laufendem Betrieb umgesetzt wurde. Die Hauptumbauphase wurde auf die Semesterferien gelegt.

Weitgehend entkernt, behielt das viergeschossige Gebäude lediglich die Sanitärbereiche und die Tragstruktur aus Stahlbeton. Sie wurde über die Jahre hinweg bis zur Unkenntlichkeit verkleidet und nun im Zuge der Sanierung freigelegt. Unterstützt durch die Anordnung und Form der Beleuchtungskörper verbinden die neuen Holz-Glas-Trennwände mehr, als dass sie trennen. Zudem bewahren sie die Eigenständigkeit und ordnende Kraft des Tragwerks. Der bewusst zurückhaltende Materialkanon aus Holz, Glas, weißen Decken- und Möbelflächen und das Betongrau der Tragstruktur bilden eine ruhige Basis für die Aktivitäten an der Hochschule.

Die transparenten Raumabschlüsse wahren die Einheitlichkeit des Großraums und beim Blick durch die Seminarräume begreift sich der Einzelne als Teil des Ganzen. Besonders reizvoll sind die Durchblicke und überraschenden Perspektiven, die die eingestellte Struktur der Glaswände ermöglicht. Zugleich unterstützt die neue Offenheit die Professorinnen und Professoren in ihrem Bestreben, die einzelnen Studienfächer untereinander stärker zu vernetzen.

www.bdarchitekten.eu

Fotos:

Stephan Baumann
www.bild-raum.com

(Erschienen in CUBE Stuttgart 03|19)

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