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Prismatisch gefaltet

Die Sanierung des Stuttgarter Schauspielhauses

Das ehemalige „Kleine Haus“ ist nach der Kriegszerstörung des Bestandsgebäudes nach einem... mehr
Das ehemalige „Kleine Haus“ ist nach der Kriegszerstörung des Bestandsgebäudes nach einem Wettbewerb zwischen 1959 und 1962 von den Architekten Hans Volkart, Bert Perlia und Kurt Pläcking neu errichtet worden. Inzwischen steht dieses Gebäude unter Denkmalschutz.

Ende 2008 wurde der Berliner Architekt Klaus Roth, der bereits an einigen Umbauten und Sanierungen von Theatern in Berlin und Dresden viel Erfahrung auf diesem Gebiet gesammelt hatte, mit einer Generalsanierung beauftragt. Ziel seiner Planung war es, den baulichen Zustand und den technischen Ausbau des gesamten Schauspielhauses mit Bühne, Zuschauerraum, Foyers und Personalbereich mit Büros, Aufenthalts- und Umkleidebereichen auf den heutigen Stand zu bringen und teilweise räumlich neu zu ordnen. Im Zuschauerraum vorhandene raumakustische Mängel und Sichteinschränkungen, die aus einem zu flachen Parkett und einem zu großen Raumvolumen resultierten, wurden durch eine steilere Parkettneigung und eine neue Raumschale beseitigt.

Im Eingangsbereich wurden Bar, Garderobe, Merchandising, Abendkasse und Lounge zu einer im Raum stehenden „Funktionsinsel“ aus Sichtbeton und Holz zusammengefasst. Der Zuschauerraum selbst ist als ein intimer Raum gestaltet, der mit unterschiedlichen Dreiecksflächen die Trennung zwischen Decke und Wand aufhebt. Es entstand eine prismatisch gefaltete, Wände und Decken überspannende Raumschale aus kaffeebrauner Wenge, die im maximalen Kontrast zur lichten Außenschale der Wandelgänge steht.

Eingelassen in dieses Faltwerk aus Holz ist eine Lichtinstallation aus LED-Leuchtstreifen, die den Raum dematerialisiert und den Zuschauer auf die bevorstehende Aufführung einstimmt.

Die Foyers sind in der räumlichen Abfolge mit Eingangsfoyer und oberem Foyer erhalten geblieben, ebenso die Aufteilung und Profilierung der Fassaden. Das Farb- und Materialkonzept zeigt sich hier im unteren Foyer als Parallele zum äußeren Umfeld mit Granit, Beton, Eiche und Edelstahl. Im oberen Foyer gibt es eine Einstimmung in Richtung Zuschauerraum mit Teppichboden, Eiche und Glas. Der Zuschauerraum erhält ein Eichenparkett, die Wand-/Deckenelemente sind in „wengeoptischem“ Furnier erstellt.

www.klaus-roth.de
Architekt klaus roth architekten www.klaus-roth.de Fotos Brigida Gonzalez... mehr

Architekt

klaus roth architekten
www.klaus-roth.de

Fotos

Brigida Gonzalez
www.brigidagonzalez.de