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Maximal ausgereizt

Büro- und Wohnhaus auf extrem schmalem Hanggrundstück mit charaktervoller Ziegelfassade

„Der Zuschnitt und das Hanggefälle waren eine Herausforderung“, sagt Architekt Benedikt Pedde... mehr

„Der Zuschnitt und das Hanggefälle waren eine Herausforderung“, sagt Architekt Benedikt Pedde von Loweg Architekten. Dafür ist die Lage des nur zehn Meter breiten und 420 m² großen Grundstücks top. Auch wenn es auf den ersten Blick so wirkt: Ein einfacher Quader ist das Stadthaus nicht. Das straßenseitig durch die Garage verdeckte Erdgeschoss ragt rechts aus dem Turm heraus und schiebt sich nach hinten tief in den Hang. Dadurch ist die rund 130 m² große Bürofläche für sechs Mitarbeiter ähnlich groß wie die Gesamtwohnfläche in den drei Obergeschossen. Ein Lichthof versorgt die Büroeinheit mit Tageslicht und dient als zweiter Rettungsweg. Begrünte Innenhöfe auf drei Ebenen schaffen Orte zum Zurückziehen und Entspannen. Oben im Wohnbereich schaffen zwei Außenerker zusätzlich Raum: Der großzügig verglaste Dachgeschosserker auf der Südseite bietet Weitblick, der dreigeschossige Außenerker entlang des Treppenlaufs sorgt mit einem wandbündigen Einbauschrank für viel Stau- und Abstellfläche. Alle Räume – mit Ausnahme der Bäder und Schlafzimmer – sind offen, die Materialien und Farben im Innern sind konsequent auf weiße Oberflächen, Industrieestrich und Holz beschränkt. Das extensiv begrünte Satteldach wirkt nur von der Straße aus flach, steigt aber nach hinten zunächst leicht an und gibt zum Garten hin eine großzügige Dachterrasse frei.

Bei der Gebäudehülle setzten Loweg Architekten neben Glas ganz auf gebrannten Ton. Nicht von ungefähr, stehen doch Villen mit historischer Ziegelfassade gegenüber und rechts nebenan wurde 2016/17 ein Mehrfamilienhaus mit heller Ziegelfassade errichtet. Das Stadthaus behauptet sich an diesem Ort also nicht nur durch seine schlanke Form, sondern auch durch einen besonders ausdrucksstarken Ziegel: Den dunkelbraun-anthrazitfarbenen Wasserstrichziegel Eco-Brick Moana mit seiner partiell aufgerauten Oberfläche und den wasserstrich-typischen reliefartigen Faltungen. Die Objektsortierung im speziellen Eco-Brick-Format ist rund 45 mm schmaler als bei üblichen Ziegeln, sodass die zur Verfügung stehende Fläche maximal genutzt werden konnte. „Sieben statt 11,5 cm Tiefe klingen nicht viel, aber über die Gebäudehöhe gewinnen wir allein dadurch rund vier Quadratmeter Fläche“, konstatiert Architekt Pedde. Darüber hinaus leistet der Stein einen wichtigen Beitrag zu Klimaschutz und Nachhaltigkeit. Denn durch das schlanke Format verringert sich der CO₂-Fußabdruck im Vergleich zu klassischen Vormauerziegeln um 20 bis 30 Prozent pro Quadratmeter Fassade. Das Stadthaus erfüllt den KfW-55-Energieeffizienzstandard. Dazu tragen sowohl die zweischaligen Außenwände samt Ziegelfassade als auch ein Brennwertkessel in Kombination mit einer Fußbodenheizung und eine Dreifach-Isolierverglasung mit Holz-Alu-Fenstern bei.   

www.wienerberger.de
www.loweg-architekten.de

Fotos:

Dietmar Strauß
www.dietmar-strauss.de

(Erschienen in CUBE Stuttgart 04|21)

Architekten: Loweg Architekten www.loweg-architekten.de Leuchten (innen): Sattler... mehr
Architekten:

Loweg Architekten
www.loweg-architekten.de

Leuchten (innen):

Sattler
www.sattler-lighting.com

Fenster:

Trefz
www.trefz-gmbh.de

Schalter:

Jung
www.jung.de

Küche:

Sprecher
www.sprecher-kuechen.de

Sanitärkeramik:

Duravit
www.duravit.de

Klinker:

Wienerberger
www.wienerberger.de

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