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Gelungene Verwandlung

Perfekt eingefügt am Hang

Das Wohnhaus aus den 1950er-Jahren, platziert in einem hanglagigen Baugebiet mit großzügig... mehr

Das Wohnhaus aus den 1950er-Jahren, platziert in einem hanglagigen Baugebiet mit großzügig geschnittenen Grundstücken, erfuhr in den letzten Jahrzehnten mehrere Umbaumaßnahmen und Erweiterungen. Da der gültige Bebauungsplan sowohl eine geneigte Dachform als auch die Firstrichtung vorschreibt, nahm sich der Architekt Frank Heinz der Aufgabe der Modernisierung und Erweiterung an und thematisierte das, was Architekten eigentlich eher schwierig finden: die geneigte Dachform. Klar und kompromisslos stellt sich der von außen dunkle, hölzerne Anbau vor das vorhandene Gebäude und benutzt die Dachneigung von 23° als Brücke zum bestehenden Wohnhaus. Sehr schön zeigt sich die mit senkrechten Holzlamellen aus anthrazitfarben beschichteter Fichte verkleidete Fassade, deren Plastizität durch die tiefen Fensterleibungen deutlich herausgearbeitet wurde. Der Architekt vereinfachte die Gebäudekubatur und fügte das Ensemble zu einem Gesamtbild zusammen. Mit dieser Maßnahme wurde erreicht, dass die teilweise sehr geringe Raumhöhe den heutigen Anforderungen angepasst werden konnte. Das neu entstandene Dachgeschoss der Aufstockung profitiert nun durch Dacheinschnitte und Terrassen von einem unverbaubaren Blick in die landschaftlich reizvolle Umgebung. Sonnen- und Sichtschutzelemente im Fassadenmaterial geben dem Gebäude ein wandelbares Erscheinungsbild. Die Fassaden wurden konsequent aus der inneren Gebäudestruktur heraus entwickelt und geben so Hinweise auf die dahinter liegenden Nutzungen. Die einst vorhandenen kleinteiligen Grundrissstrukturen im Erdgeschoss wurden aufgelöst, um großzügige und flexibel nutzbare Wohnbereiche zu erhalten.

Ein auffällig schönes Detail, die filigrane Treppe aus gefalteten Stahlblechen mit einem Stahlrohr als tragendes Element, dient ebenfalls zur Grundrisszonierung und markiert den Aufgang in die Obergeschosse, ohne dabei den Wohnbereich optisch zu zerteilen. Während das Erdgeschoss einen durchgängigen Bodenbelag aus betongrauem, flügelgeglättetem Sichtestrich erhielt, wurden in den beiden Dachgeschossen weißlich geölte Holzböden eingebaut. Glatte, weiße Wandflächen kontrastieren mit dunkelgrau lackierten Einbauten. Die Einfachheit in der handwerklichen Detaillierung und die zurückhaltende Materialität sind der Reiz dieser Bauaufgabe und ließen ein auf die individuellen Bedürfnisse der Nutzer zugeschnittenes, zeitloses Gebäude entstehen.

www.roeder-heinz.de

Architekten: Frank Heinz, Freier Architekt www.roeder-heinz.de Dach: Herbert Hansmann... mehr

Architekten:

Frank Heinz, Freier Architekt
www.roeder-heinz.de

Dach:

Herbert Hansmann
www.zimmerei-hansmann.de

Fenster:

Moser
www.moser.to

Schiebeläden:

Baier
www.baier-gmbh.de

Putz- und Stuckarbeiten:

Stiefvater
www.stiefvater-partner-hartheim.de

Innenausbau, Einbaumöbel:

Holder
www.holder-si.de

Sichtestriche:

R. Bayer Betonsteinwerk
www.betonwerkstein.de

Sanitär und Heizung:

Sanitärtechnik Jakob
www.sanitaertechnik-jakob.de

Elektro:

Elektro Kury
www.elektrokury.de

Außenanlagen:

Scherer
www.scherer-gala.de

Fotos:

Olaf Herzog
www.olafherzog.de