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Fusion von Fassade und Dach

Raffinierte Dachlandschaft in luftiger Höhe

Das neue Mehrfamilienhaus in städtischer Halbhöhenlage am Stuttgarter Killesberg zeigt sich... mehr

Das neue Mehrfamilienhaus in städtischer Halbhöhenlage am Stuttgarter Killesberg zeigt sich selbstbewusst zwischen den vorhandenen Putzfassaden der Nachbarschaft. „Mit uns gibt es nur Radikallösungen“, dieser Satz von den Architekten Bottega und Erhardt markiert einen Anspruch, der sich auch in diesem Gebäude wieder eindrucksvoll materialisiert hat. Die Architekten, dessen Erfolgsrezept es ist, dort nein zu sagen, wo es sein muss, sind seit ihres Entwurfs für das „Haus S“ in Ludwigsburg eines der wenigen jungen Architekturbüros in Deutschland, das ein Bauwerk nachweisen kann, welches auch im Ausland beachtet wird.

Die trapezoide Grundrissform des Wohnhauses am Killesberg entwickelte sich nach der Form des Grundstücks, das seitlich parallele Grundstücksgrenzen hat, während die Bebauungslinien zu Straße und Garten unterschiedlich lang sind. Das Gebäude verfügt über vier Geschosse und beinhaltet zwei Wohnungen und ein Atelier. Typisch für die Stuttgarter Hanglage, zonen auch hier auf Straßenniveau zwei Doppelgaragen in Fortführung der seitlichen Gebäudekanten einen Vorhof aus, der zentral auf die gemeinsame Eingangslobby hinführt. Von hier aus erschließen sich eine Etagenwohnung im 1. Obergschoss sowie die Maisonettewohnung im 2. und 3. Obergschoss.

Die Wohnung im 1. Obergschoss orientiert sich sowohl zum rückwärtigen Garten als auch zur Stadt hin und organisiert sich um den zentralen Erschließungsraum des Gebäudes. Die nach innen gefalteten Fassaden erzeugen große Dachterrassen ungewöhnlichen Zuschnitts. Von hier aus hat man einen weitläufigen Ausblick über das Neckartal oder in den rückwärtigen Grünraum.

Dieser ist der Hauptwohnung zugeordnet und als offener Treppenraum über alle Geschosse unter einem großen Oberlicht konzipiert. Eine elegant geschwungene Betontreppe mit Holzbelag um einen Luftraum, der auch zur Nachrüstung eines Aufzuges dient, verbindet alle Ebenen. Beginnend mit der Garderobe im Eingangsbereich führt die Treppe in das 2. Obergschoss in einen offenen Verteilerraum, von wo aus alle Schlafräume und Bäder erschlossen werden. Die durch ein weiß lackiertes Stahlband gefasste Treppe führt weiter ins Dachgeschoss, der Wohnebene mit offener Küche. Großzügigkeit entsteht hier durch Raumhöhen von 2,70–2,80 m und raumhohe Türen. Weiße Wände und Möbel sowie ein sägerauhes Eichenparkett sind die prägenden Materialien der Innenräume. In Form eines nach innen gefalteten Schmetterlingsdaches sowie der Fortführung der Westfassade mit einer 70 Grad Neigung ins Dach reagiert das Gebäude auf die Vorgaben des Baurechts nach einem erkennbaren Satteldach. Die Idee einer Fusion von Fassade und Dach ist durch eine durchgehende Hülle aus schwarz metallic eloxierten Aluminiumplatten gelungen. Horizontale Plattenformate binden die raumhohen, schwarzen Holz-Aluminium-Bandfenster ein und tragen zur Homogenisierung des Gebäudes bei. Je nach Lichteinfall und Reflektionsgrad der Fassaden wird das Wohnhaus unterschiedlich wahrgenommen.


Bei dieser ausdruckstarken Architektursprache stellte sich die Frage nach einem Bauunternehmen, das solches Werk umsetzen kann. Ein Designkollege des Bauherrn empfahl die Fermo-Massivhaus AG. Die anfängliche, bei diesem Projekt angebrachte Skepsis seitens der Architekten schlug in regen Gedankenaustausch und Vertrauen um. Dieses Vertrauen hat Fermo durch die enge Kooperation mit allen Beteiligten und die qualitativ perfekte Umsetzung dieses außergewöhnlichen Hauses gerechtfertigt.

www.fermo.de

Architektur: Bottega + Ehrhardt www.be-arch.com Bauunternehmen: Fermo Masivhaus... mehr

Architektur:

Bottega + Ehrhardt
www.be-arch.com

Bauunternehmen:

Fermo Masivhaus
www.fermo.de

Fotos:

David Franck
www.davidfranck.de