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Emotionale Sicherheit

Sanierung, Umbau und Erweiterung eines Gesundheitszentrums in Geislingen an der Steige

Primär hatten der Teilabriss, die Modernisierung und Erweiterung des Bestandsgebäudes das Ziel,... mehr

Primär hatten der Teilabriss, die Modernisierung und Erweiterung des Bestandsgebäudes das Ziel, den Klinikstandort zu sichern. Der besteht bereits seit Anfang des 20. Jahrhunderts und wird nun durch ein Gesundheitszentrum mit Arztpraxen, Dialysezentrum, Apotheke und Café ergänzt. Die räumliche Nähe zwischen der bestehenden stationären und der neuen ambulanten Behandlung bringt in ihrer Verzahnung wesentliche infrastrukturelle Verbesserungen der Klinikabläufe mit sich. An der Nordseite des Bestandes angeordnet, schafft der winkelförmige Neubau eine eindeutige Eingangssituation und hält den Zugang zum Park bzw. Grünzug offen. In seiner Geschossigkeit nimmt sich das Gesundheitszentrum gegenüber dem Bestandsgebäude zurück und integriert gleichzeitig dessen Anbauten in der Sockelzone. 

Über den Eingangsplatz erreichen Besucher und Patienten das Foyer. Der zentrale Empfang übernimmt die Verteilung der Personenströme in das Klinikum, das Ärztehaus und die zentrale Patientenaufnahme. Eine klar strukturierte Erschließung und grüne Innenhöfe erleichtern die Orientierung im Gebäude. Außerdem ermöglichen sie die Trennung der Besucher- und Patientenbereiche. Eine mehrgeschossige und mit Tageslicht erhellte Magistrale vernetzt das Ärztehaus räumlich über alle Geschosse. Von hier aus werden Dialysepatienten entlang einem Lichthof in das Gartengeschoss geführt. Derartige Durchblicke und Ausblicke kombiniert mit freundlichen Farben, naturnahen Materialien und Tageslicht als Seiten- sowie Oberlicht vermitteln emotionale Sicherheit trotz der Größe und Komplexität des Gebäudes. Das Café und die Verkaufsflächen wie die der Apotheke beleben das Eingangsgeschoss. Sie sind sowohl von der Magistrale als auch von außen zugänglich. Die zentrale Aufnahme liegt mit der separierten Wartezone unmittelbar beim Empfang. Der Liegendkranken-Zugang mit Notfallversorgung, Aufnahmestation und den zentralen Diagnoseeinrichtungen erfolgt von Westen. Die Arztpraxen sind in überschaubare Areale mit jeweils eingebundenen Wartezonen gegliedert.

Gut erfassbare Grundstrukturen ergänzt durch wenige, leicht lesbare Architekturelemente schaffen eine hohe räumliche und funktionale Qualität. Bestand und Neubau bilden einen Gebäudekomplex mit neuer Identität, der den Ansprüchen an ein zeitgemäßes Gesundheitszentrum gerecht wird. 

www.h4a-architekten.de

Architekten: h4a Gessert + Randecker Architekten www.h4a-architekten.de Fotos: Zooey... mehr

Architekten:

h4a Gessert + Randecker Architekten
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Fotos:

Zooey Braun
www.zooeybraun.de