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Ein harmonisches Ganzes

Elegante Villa mit raffinierten Einbauten

Die Villa liegt direkt in den Stuttgarter Weinbergen und bietet durch die großzügigen... mehr

Die Villa liegt direkt in den Stuttgarter Weinbergen und bietet durch die großzügigen Verglasungen herrliche Ausblicke in die umgebende Natur und auf die Stadt.

Die Stuttgarter Architekten Lee + Mir schufen einen eindeutig strukturierten, kubischen Baukörper, der durch Vor- und Rücksprünge der Fassade gegliedert wird. Die charakteristischen Fensterbänder betonen die klare Form des strahlend weiß verputzten Baus, der zwei Geschosse umfasst und 300 m² Wohnfläche bietet. Der Bau wurde in 15 Monaten realisiert.

Das untere Stockwerk ist in den Hang des Weinberges hineingebaut. Große, leicht versetzt angeordnete Trittplatten inszenieren entlang einer rechtwinklig zum Gebäude stehenden, weißen Wandscheibe den Zugang zur Villa. Die flächenbündig gearbeiteten Garagentore und Türen sind nahezu unsichtbar in eine homogene Aluminiumverkleidung integriert, was die elegante Erscheinung der Villa unterstreicht. Innen öffnet sich dann ein großzügiger Eingangsbereich, der zum oberen Wohngeschoss hin orientiert ist und über die frei aus der Wand ragenden Treppenstufen aus Eichenholz erreicht wird. Raumhohe Glasscheiben sichern den Treppenaufgang. Alle Funktionselemente in diesem Bereich wie die Türen zu den Räumen im unteren Geschoss und die Schränke der Garderobe sind in eine raffinierte, umlaufende Verkleidung integriert: Handwerklich perfekt ausgeführt und auf den ersten Blick nicht erkennbar.

Die Türen zum Gästebereich und den Funktionsräumen lassen sich nach innen aufdrücken und schließen dann selbst und leicht über Türschließer. Die Schranktüren verfügen ebenfalls über eine elegante und integrierte, funktionale Grifflösung. Dies entspricht präzise dem Anspruch der Architekten sowohl hohe ästhetische als auch erstklassige funktionale Ansprüche zu erfüllen, um durch eine stringente Gestaltung aller Bereiche eines Gebäudes ein maßgeschneidertes, harmonisches Ganzes entstehen zu lassen, ideal angepasst an die Individualität der Bauherren.

Das untere Geschoss beherbergt neben den Kellerräumen und der Garage mehrere Arbeitszimmer, einen Wellnessbereich und einen Gästebereich mit zugeordenetem Bad. Im oberen Geschoss sind der Wohn- und Essbereich sowie zwei Kinderzimmer mit Kinderbad, das Elternschlafzimmer mit Elternbad und Ankleide der Bauherren-Familie untergebracht. Hier, im oberen Stockwerk, weitet sich der Blick, durch die raumhohen Verglasungen und das Fensterband im weitläufigen Wohn- und Essbereich sieht man in verschiedene Richtungen und erlebt den fließenden Übergang von Innen und Außen.

Im Gegensatz zu den großflächigen Verglasungen im Wohnbereich der Villa zeigt sich das großzügig dimensionierte Bad eher geschlossen, über gezielte Einschnitte mit schmalen horizontalen Fenstern wird eine außergewöhnliche Belichtung oberhalb des langgestreckten Spiegelschranks geschaffen. Die geschickte Anordnung der Fenster ermöglicht zwar den Ausblick von der Badewanne in den Garten, gewährt jedoch keine Einblicke von außen.

Angrenzend an den Lichthof zwischen Schlaf- und Wohnbereich befindet sich ein leicht erhöhter, holzbeplankter Freisitz. Von diesem zusätzlichen Sonnenplatz mit ebenfalls klarer und zurückhaltender Formensprache bietet sich ein freier Blick auf die umgebende Landschaft der Weinberge sowie die Sichtachsen durch das Haus.

Die Innenräume der Villa zeichnen sich durch hochwertige Holzoberflächen aus. Alle Möbeleinbauten im Haus sind nach Entwürfen des Architekturbüros maßgefertigt. Mit ihren präzisen Details sind sie maßgeblicher Teil der Entwurfsidee und ergeben das gewünschte durchgängige Gesamtbild. Das lebendige Nussbaumparkett der Böden, das fein gezeichnete Makassar-Holz der Möbel und die lackierten Einbauelemente harmonieren sehr gut miteinander und bilden mit ihrer warmen Ausstrahlung einen reizvollen Kontrast zum feinen, hellen Kalkzementputz der Wände.

Das Licht- und Deckenelement im Wohnzimmer wurde aus Makassar-Holz und Acrylglas maßgefertigt und hat sowohl eine raumbildende als auch gliedernde Funktion. Auch das TV-Möbel aus Makassar-Holz hat eine solche Doppelfunktion. Es bietet einerseits viel Stauraum für Geräte und Zubehör, anderseits nimmt der Korpus die Glaswand aus dem Erdgeschoss auf und führt sie oberhalb des Möbels als Absturzsicherung weiter. Im Anschluss an die weiß lackierte Küche liegt unter dem Makassar-Thekenelement ein aus Klarglas geschichtetes Lichtband, welches zusammen mit dem umlaufenden Sideboard den Übergang von der offenen Küche zum Wohn- und Essbereich schafft.
Das Konzept der Innenraumgestaltung entspricht der Gestaltungsidee der Gebäudehülle, dort gliedern die Vor- und Rücksprünge das kubische Volumen. Eine ähnliche Wirkung erzielen die raumbildenden Möbeleinbauten und Elemente. Diese Anmutung wird in den Innenräumen noch durch den Hell-Dunkel-Kontrast gesteigert. Die warme Ausstrahlung der Hölzer schafft Behaglichkeit trotz aller Reduziertheit in den Räumen.

www.lee-mir.com

Architekten: Lee+Mir www.lee-mir.com Fotos: Christina Kratzenberg... mehr

Architekten:

Lee+Mir
www.lee-mir.com

Fotos:

Christina Kratzenberg
www.christina-kratzenberg.de