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Die neue Mitte

in Gesundheitszentrum zum Wohlfühlen

Das neue Gesundheitszentrum von Baiersbronn steht direkt an einem öffentlichen Platz am... mehr
Das neue Gesundheitszentrum von Baiersbronn steht direkt an einem öffentlichen Platz am Ortseingang. Seine städtebaulich selbstverständliche Platzierung markiert den Ortseintritt mit einer einladenden Geste. Der Ortseingang, der originär etwas missachtet wurde, wird somit wieder aufgewertet und gibt den Bewohnern ein neues Selbstbewusstsein.

Das alte Spritzenhaus, saniert in neuem Glanz, wird mühelos in die neue Architektur eingebunden und liefert dem neuen Gesundheitszentrum ein gleichgewichtiges Gegenüber. Anhand der Detailierung der Fenster erkennt man trotzdem genau die Orientierung an dem vorhandenen Altbau. Der neu entstandene, öffentliche Platz bietet den Bewohnern von Baiersbronn eine weitere Fläche für das Gemeinschaftsleben.

Das monolithische Gebäude zeigt zur Straße eine klare, mit regelmäßigen Öffnungen versehene Fassade, die mit Holz verkleidet ist. Die Fassaden zum Innenhof dagegen, sind mit Aluminium und Lärchenholz aufgelockert und gewähren interessante Einblicke in das Gebäude.
Die unterschiedlichen Fassadenstrukturen spiegeln die Vielschichtigkeit der Nachbarschaft wider. Trotzdem ist Holz der prägende Baustoff, den der Architekt Matthias Jarcke bewusst gewählt hat, um den Bezug zur Regionalität des Schwarzwaldes herzustellen.
Das neue Gesundheitszentrum mit der Gemeinschaftspraxis soll einen Modellcharakter für Baden-Württemberg zeigen. Hier werden unter einem Dach verschiedene Dienste der medizinischen Versorgung und der Gesundheitsvorsorge gebündelt angeboten.
In enger Zusammenarbeit mit den Ärzten entwarf der Architekt den baulichen Rahmen für das neue Modell der allgemeinmedizinischen Versorgung in Baiersbronn. Mit gemeinsamem Personal sowie gemeinsamen Räumlichkeiten und Geräten werden Synergien erzeugt, administrative Tätigkeiten reduziert, kollegialer Austausch gepflegt und Ausbildungsplätze für angehende Allgemeinmediziner geschaffen.

Die Innenarchitektin, Birgit Stiletto, hat sich in Bezug auf die Regionalität ein Motto für ihre Arbeit gewählt: „Der Wald ruft“, so waren die Verbundenheit zum Ort und die Nähe zum Patienten ihre maßgeblichen Parameter bei der Gestaltung. Trotz der Größe wirken nun die einzelnen Bereiche einladend und keinesfalls klinisch. Die für das Haus eigens entworfenen Einbauten sind zum Großteil aus heimischer Weißtanne gefertigt. Die Raumzuordnungen sind so gewählt, dass ein Maximum an Privatsphäre und ein Minimum an Lärm entstehen. Großzügige, markante Elemente und Einbauten lenken den Blick und schaffen Orientierung. Punktuell eingesetzte farbliche Markierungen lockern den klinischen Bereich auf, während die indirekte Beleuchtung Intimität schafft. Großzügige, freundliche Behandlungszimmer lassen den klinischen Zweck in den Hintergrund treten.

Durch hohe Investitionen in das Energiemanagement, wie z.B. einer Geothermieanlage oder einer Dreifachverglasung der Fenster, wurde hier nachhaltig und zukunftsorientiert geplant.

www.jarcke.de
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Jarcke Architekten
www.jarcke.de

Fotografie

Achim Birnbaum
www.achimbirnbaum.eu