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Beispielhaftes Bauen

Umbau eines ehemaligen Bankgebäudes aus den 1950er-Jahren am Berliner Platz

Unlängst war in einer Ausstellung in der Architekturgalerie am Weißenhof mit dem Titel „Stuttgart... mehr
Unlängst war in einer Ausstellung in der Architekturgalerie am Weißenhof mit dem Titel „Stuttgart reißt sich ab“ zu sehen, dass in Stuttgart manchmal viel zu schnell entschieden wurde, einen Abriss vorzunehmen um dann zügig einen Neubau zu platzieren, der vermeintlich moderner aber nicht immer ansprechender war. Zum Glück nicht das Gebäude aus den späten 1950er-Jahren, in den 2013 das Französische Institut eingezogen ist. Die Arbeit von den Architekten Kyra Bullert und Arthur Hagen ist beispielgebend für eine Umgestaltung eines Altbaus aus dieser Zeit. Das Französiche Institut und das Generalkonsulat Frankreichs befinden sich nun unter einem Dach in neuen Räumlichkeiten direkt am Berliner Platz. Der Umzug von der beschaulichen Halbhöhe in die Stadtmitte war ein bewusster Schritt der Öffnung und der Annäherung an das sprachinteressierte Publikum und die Freunde der französischen Kultur. Der Umbau und die Aufstockung eines ehemaligen Bankgebäudes setzt nun ein Zeichen, um diese Veränderung auch baulich umzusetzen. Das ursprüngliche Gebäude mit einem markanten Fensterband erschien nicht mehr zeitgemäß. Die neue Strukturierung der Fassade im Zusammenhang mit der Anhebung der Traufhöhe auf das Niveau der umliegenden Bebauung strahlt eine neue Ruhe und Ordnung aus, die sich positiv auf den direkt angrenzenden, belebten Berliner Platz auswirkt. Sehr schön korrespondiert die abendliche Beleuchtung mit der des Platzes vor dem gegenüberliegenden Boschareal und bildet so einen Rahmen für den Platz. Während im Erdgeschoss die Mediathek und die Kinderbibliothek eingerichtet sind, können diese Räumlichkeiten auch als Veranstaltungsort oder für Ausstellungen genutzt werden. Der Zugang zu diesem Bereich erfolgt über einen transparenten Windfang, der durch eine blau leuchtende Infowand mit dem Logo „Institut Français“ akzentuiert wird und eine Fernwirkung in den Stadtraum entfaltet. Schüler, die ihre Sprachkenntnisse in Französisch erweitern möchten, finden im ersten Obergeschoss entsprechende Unterrichtsräume. In den beiden darüber befindlichen Geschossen sind die Büros für den Kultur- und Sprachbereich sowie die Räume des Konsulats untergebracht. Die ehemalige Dachterrasse wird heute als zusätzlicher Veranstaltungsraum für Vorträge und Ausstellungen genutzt. Ein schönes Detail zeigt sich in dem schmalen, umlaufenden Dachbalkon, der an die typischen, durchgehenden Balkone der Pariser Wohnhäuser entlang der großen Boulevards erinnert. In den Pausen von Veranstaltungen dürfen die Besucher hier eine beeindruckende Perspektive auf den Berliner Platz und das gegenüberliegende Boschareal genießen.

www.bullert-architekten.de
www.arthur-hagen-architekten.de
Architekten: Kyra Bullert www.bullert-architekten.de Arthur Hagen... mehr

Architekten:

Kyra Bullert
www.bullert-architekten.de
Arthur Hagen
www.arthur-hagen-architekten.de

Malerarbeiten:

Maler TTS
www.tts-ausbau.de

Fliesenarbeiten:

Weinmann Fliesen
www.weinmann-fliesen.com

Schlosserei:

Hettich
www.hettich-metallbau.de

Schlosserei (Fluchttreppe und Geländer):

Metallbau gtm
www.gtm.de

Schreiner (Türen):

W2 Möbel
www.sandhas.com

Bodenbelag:

Ambiente Einrichtung
Telefon: 0711 2360703

Medientechnik:

Alex Katsaros, Hoch- und Tiefton
www.hoch-tiefton.de

Fotos:

Brigida González