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Arbeitsplatzqualität

Neubau eines technischen Zentrums bei laufendem Betrieb

Was die Entwicklung von architektonisch anspruchsvollen Gewerbegebäuden betrifft , waren uns... mehr
Was die Entwicklung von architektonisch anspruchsvollen Gewerbegebäuden betrifft , waren uns unsere Nachbarn die Schweiz und Österreich schon immer eine Nasenlänge voraus. Nun aber holen die Architekturbüros aus dem Bundesland mit der höchsten Dichte an mittelständischen Unternehmen auf. Die EMAG Gruppe, mit dem Hauptstandort in Salach bei Göppingen, liefert Maschinen und Fertigungssysteme zur Bearbeitung von scheibenförmigen, wellenförmigen und kubischen Werkstücken unter Einsatz einer Vielzahl von Fertigungstechnologien. Seit rund 15 Jahren arbeiten Neugebauer + Roesch Architekten an den Gebäuden der Unternehmenszentrale, aber auch an einer Vielzahl von unterschiedlichen Projekten im In- und Ausland für dieses Unternehmen. Dabei war der Neubau des technischen Zentrums ein interessantes, aber auch ein anspruchsvolles Projekt für das Büro. Während es einerseits sehr prominent direkt am Haupteingang platziert ist, musste man bei der Planung auch die Arbeitsabläufe der gegenüber befindlichen Montagehalle berücksichtigen. Sehr typisch für die Arbeit an so einem Projekt war die Realisierung bei laufendem Betrieb, was einen hohen Planungsgrad und eine gute Logistik voraussetzt. Die Analyse der internen Betriebsabläufe der Fabrik im Zusammenhang mit der Verwaltung war die Grundlage für die Planung der Architekten. Das neue Bürogebäude schiebt sich wie ein offenes Regal an die bestehende Montagehalle und bietet viel Platz für die konzentrierte Arbeit genauso wie für den regen internen und externen Austausch. Die Gestaltung der Fassade soll den Charakter des Firmengebäudes und die Haltung der offenen Arbeitsweise darstellen. Aufgrund der transparenten Fassade ist die Produktion von außen sichtbar. Durch die Integration der Montagehalle konnte die Hüllfläche der Fassade auf die Hälfte reduziert werden und die Abwärme der Montageprozesse mindert im Winter den Heizbedarf des Büroteils. Die Verknüpfung der einzelnen Arbeitsprozesse bewirken, dass sich die Grenzen zwischen „blau und weiß“, zwischen Facharbeitern und Ingenieuren verschieben. Ein technisch optimierter Sonnenschutz, der eine direkte Einstrahlung komplett vermeidet, sobald die Sonne mehr als 20 Grad über dem Horizont steht, trägt zur außerordentlichen Arbeitsplatzqualität bei. Als Verlängerung des bestehenden Forums führt eine Erschließungsachse zu den neuen Teambüros und den Produktionshallen, die mit ihren Galerien das verbindende Element darstellen.

www.neugebauer-roesch.de
Architekten: Neugebauer + Roesch Architekten www.neugebauer-roesch.de Fotos: Zooey... mehr

Architekten:

Neugebauer + Roesch Architekten
www.neugebauer-roesch.de

Fotos:

Zooey Braun
www.zooey-braun.de