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Zukunftsorientiert

Flexibler Neubau im Bochumer Gewerbepark Hiltrop setzt auf Sichtbeton

Der Gewerbepark Hiltrop liegt auf dem etwa 20 ha großen Gelände der ehemaligen Zeche und Kokerei... mehr
Der Gewerbepark Hiltrop liegt auf dem etwa 20 ha großen Gelände der ehemaligen Zeche und Kokerei Lothringen IV im Nordosten des Bochumer Stadtgebietes. Westlich der neu geschaffenen Dietrich Benking Straße befindet sich die neue Betriebsstätte der Firma Picard mit Verwaltungsräumen, Lagerflächen und entsprechenden Außenanlagen. Der Entwurf stammt vom Architekten Klaus Dienberg, Gelsenkirchen.

Die Büros der Mitarbeiter liegen in einem zweigeschossigen Verwaltungsgebäude, angesiedelt im östlichen Teil des Grundstücks, etwa 8,50 m von der Grundstücksgrenze entfernt. Das Verwaltungsgebäude verfügt über eine bebaute Fläche von ca. 770 m2. Im Westen schließt sich direkt daran ein weiteres Gebäude an: Auf zwei Geschossen, angelegt in U-Form, mit einer Fläche von rund 705 m2 ist hier ebenfalls Raum für Verwaltungs- und Büroräume, für die Lagerverwaltung und die Sozialräume der Firma.

Weiter westlich befinden sich zusätzliche Logistik- und Lagerflächen, von ihrer Funktion her in zwei Bereiche gegliedert: Zum einen der Warenein- und ausgang, die Fachbodenregale, der Be­reich der Qualitätssicherung und Wareneingangsprüfung, die Kalthalle und Packstraßen. Zum anderen befindet sich hier der Pallettenregal Lagerungsbereich mit dazugehörenden Handlingzonen.

Zur Sicherung einer zukunftsorientierten, flexiblen Nutzung des Neubaus kommen massive Bauteile lediglich im Rahmen der aussteifenden Elemente sowie der brandschutztechnischen Trennungen der Brandabschnitte zum Einsatz. Im Bereich des Erdgeschosses des Verwaltungsgebäudes ist die tragende Konstruktion komplett aus Stahlbeton gefertigt. Sie besteht aus einer unterzugsfreien Decke, die auf Betonrund­stützen, dem Fluchttreppenhaus und der Brandwand aufliegt. Die Brüstungen im Bereich der Fenster sind ebenfalls aus Stahlbeton hergestellt. Im Erdgeschoss befindet sich ein Großraumbüro sowie die dazugehörigen Besprechungs- und WC-Räume. Um den gewollten Charakter des Industriebaus im Innern fortzusetzen, sind alle Betonbauteile in Sichtbetonqualität SB4 hergestellt. Als Wände kommen vorwiegend Leichtbauwände zum Einsatz, die eine spätere Umorganisierung der Flächen ermöglichen. Im Obergeschoss des Verwaltungsgebäudes befinden sich die Räume der Geschäftsleitung, der Buchhaltung sowie der Konferenz- und Schulungsbereich. Um eine natürliche Belichtung des Großraumbüros im Erdgeschoss zu ermöglichen, gibt es im Obergeschoss eine Empore mit Durchblick nach unten. Im Dach darüber sind Lichtkuppeln eingesetzt, die den gewünschten Tageslichteinfall zulassen. In der kompletten Etage sind die Brüstungen im Fensterbereich - wie bereits in der unteren Etage - aus Stahlbeton gefertigt. Die Innenwände sind ebenfalls Leichtbauwände.

Im angrenzenden Zwischenbau finden sich im Erdgeschoss weitere Flächen für den Verkauf, daneben die den Lagerflächen zugehörigen Büros. Der vordere Bereich bietet Raum für die Kommunikation zwischen Lager und Verkauf. Grundsätzlich ist in der Zukunft eine Aufstockung des Zwischenbaus um ein weiteres Geschoss vorgesehen. Daher ist das Erdgeschoss komplett massiv gebaut - mit tragenden Außenwänden aus Mauerwerk, zum Teil mit Stahlbeton sowie mit Hohlkammerdecken versehen. Massiv erstellt wurde auch das Obergeschoss des Zwischenbaus. Hier finden sich u. a. die EDV Abteilung, Büros, Sozialräume mit Fitnessraum und eine Kantine mit kleiner Küche.

Für ein besoders gutes Raumklima sorgen begrünte Wände, die an verschiedenen Stellen in den Gebäudekomplexen zum Einsatz kommen.

Die Hallenbereiche haben mit einer Gesamtfläche von ca. 4.850 m2 die Möglichkeit, Lagergut bis zu einer Höhe von 7,50 m zu beherbergen. Ausnahme bildet allein der vordere Bereich: Beim Warenein- und ausgang verspringt die Dachfläche um rund 3,60 m nach unten. Hier befinden sich auch die um 45 Grad gedrehten Laderampen für das Be- und Entladen der LKWs. Das Betriebsgelände ist mit einer der jeweiligen Belastungen entsprechenden Pflasterung versehen. Es gliedert sich in Parkplätze für Geschäftsleitung und Besucher vor dem Foyer, Fahrflächen der Speditionen für Schwerlastverkehr samt Wendefläche im Südwesten, Parkplätze für Mitarbeiter sowie die im Nordosten gelegene Feuerwehrzufahrt.

www.giesers.de
www.a-kd.de
Giesers Stahlbau GmbH www.giesers.de Architekturbüro Klaus Dienberg www.a-kd.de Fotos... mehr
Giesers Stahlbau GmbH
www.giesers.de Architekturbüro Klaus Dienberg
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Fotos

Thomas Coyle
www.thomas-coyle.de