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Stimmiges Gesamtensemble

Moderne Hauptfeuer- und Rettungswache umfasst sechs Bauteile

Das Grundstück, auf dem der Neubau der Hauptfeuer- und Rettungswache Mülheim an der Ruhr... mehr
Das Grundstück, auf dem der Neubau der Hauptfeuer- und Rettungswache Mülheim an der Ruhr errichtet wurde, befindet sich auf dem Gelände des ehemaligen Bundesbahn-ausbesserungswerkes an der Duisburger Straße in der Innenstadt. Dank einer aufgelockerten Bebauungsstruktur fügt sich das Gebäude in die Umgebung mit den relativ großen Bestandsbauten ein und leitet zu einer kleinteiligeren westlichen Baustruktur über. Die weitest­gehend geschlossene Hofbildung im Bereich der Duisburger Straße öffnet sich im Nordosten großflächig und ermöglicht damit den Blick in den Betriebshof.

Für die äußere Erscheinung war es wesentlich, die Baukörper mit ihren unterschiedlichen Nutzungen in eine übergeordnete Struktur zu bringen. Um dies zu erreichen, wurden zunächst die notwendigen Öffnungen, welche die dahinterliegenden Nutzungen widerspiegeln, mit einer dezenten horizontalen Bänderung in eine ruhige Ordnung gebracht. Durch die Verwendung unterschiedlicher Verblendmauersteine mit glänzender sowie matter Oberfläche, wird je nach Lichteinfall und Betrachtungswinkel ein spannungsvoller optischer Effekt erzeugt. Aus dem Zusammenspiel mit den technisch anmutenden Verbindungsbrücken aus Stahl, den metallisch reflektierenden Blechfassaden im Staffelgeschoss sowie den transparenten Fahrzeughallentoren ergibt sich ein stimmiges Gesamtensemble, welches Technologie, Sicherheit und Beständigkeit einer modernen Feuerwache gleichermaßen nach außen hin repräsentiert.

„Ein besonderes Augenmerk lag auf den vertikalen Bauteilen wie den Treppenhäusern und natürlich die gläserne Eingangshalle, die in gewisser Weise das Gesicht des Gesamtkomplexes darstellt“, erzählt der Architekt Jürgen Flohre. Hier ist mit Hilfe eines kräftigen roten Farbtones die sonst eher zurückhaltende Gesamterscheinung bewusst aufgelockert und betont worden. Die frei stehende, skulpturale Treppenanlage im Glaskubus ist mit dem symbolischen Wappen der Feuerwehr ein selbstbewusstes Statement entsprechend der gesellschaftlich doch so wichtigen Funktion. Das Gebäudeensemble besteht aus sechs Bauteilen, welche so auf dem Grundstück angeordnet sind, dass in der Mitte ein großer Innenhof gebildet wird. Der größte zusammenhängende Baukörper wurde auf dem nordwestlichen Grundstücksteil mit L-förmiger Grundrissgestaltung dreigeschossig errichtet, wobei das zweite Obergeschoss als Staffelgeschoss nur noch den Grundriss eines Bauteils überdeckt. Die übrigen Gebäudekörper sind als zweigeschossige Bauteile errichtet.

Der gesamte Gebäudekomplex beherbergt ausschließlich Flächen, die der Berufsfeuerwehr Mülheim an der Ruhr als Feuer- und Rettungswache dienen. Hierzu gehören die im Erdgeschoss angeordneten Fahrzeughallen und Werkstattflächen sowie eine Atemschutzübungsstrecke, welche sich über das Erd- und ein Zwischengeschoss erstreckt und die Leitstelle im zweiten Obergeschoss. Im Erdgeschoss befindet sich eine Pförtnerloge ohne bauliche Trennung zum Foyer, das zugleich als Ausstellungsfläche für ein historisches Fahrzeug der Feuerwehr dient. Im ersten und zweiten Obergeschoss sind im Wesentlichen Büroflächen sowie Ruheräume und Archivflächen angeordnet. Darüber hinaus sind im südöstlichen Gebäudekörper noch eine Turnhalle und eine kleine Schwimmhalle untergebracht. Das kleinste Gebäude bildet das Brandhaus, in dem zu Übungszwecken Brände simuliert werden.

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Arne Hofmann
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