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Spiel mit den Ebenen

Terrassierter Garten löst Hangsituation

Nachdem Architekt Ralf Luther aus Essen für das Bauherrnehepaar ein Haus in vertrauter Umgebung... mehr

Nachdem Architekt Ralf Luther aus Essen für das Bauherrnehepaar ein Haus in vertrauter Umgebung entworfen und fertiggestellt hatte, das der gewünschten altersgerechten Wohnform entsprach, stand die Gestaltung des Gartens auf dem Programm. Ein Projekt, mit dessen Planung die Landschaftsarchitekten Danielzik Leuchter und Partner aus Duisburg beauftragt wurden. Umgesetzt wurde das Konzept von der Firma Trautmann, Garten- und Landschaftsbau aus Mülheim an der Ruhr. Die größte Herausforderung, die es zu meistern galt, lag im steilen Hanggrundstück, das einen Höhenunterschied von mehr als drei Metern aufwies. Eine Treppenanlage aus bruchrauen und gesägten Trendelburger Sandsteinen führt zum seitlichen Haupteingang, während ein Aufzug von der Garage aus ebenfalls direkt ins Haus führt und so einen barrierefreien Zugang ermöglicht. Die extreme Hangsituation aufnehmend entschieden sich die Landschaftsarchitekten für drei Natursteintrockenmauern in zwei unterschiedlichen Größen, welche den Vorgarten terrassieren und einen spannungsreichen Kontrast zur farbenfrohen roten Fassade des Hauses bilden.

In Westlage wurde im Vorgarten eine kleine Terrasse aufgenommen, die zum Verweilen vor dem Eigenheim einlädt. Darüber hinaus befindet sich in Ostlage eine weitere große Terrasse, die mit barrierefreien Ausgängen ausgestattet ist. Das Motiv der Trockenmauer findet sich auch im Hauptgarten hinter dem Haus wieder, wo diese halbkreisförmig auf Sitzhöhe um eine kleine Rasenfläche angeordnet ist.

„Mit diesem Kniff ist es uns gelungen, den Garten optisch zu erweitern“, erklärt Landschaftsarchitekt Reiner Leuchter und fügt hinzu, dass auf diese Weise auch das Hochbeet, das intensiv mit verschiedenen Pflanzen angelegt wurde, als Panorama wahrgenommen werden kann. Als immergrüne Pflanzen bieten die Eibe und der Rhododendron das ganze Jahr über eine anschaulich grüne Kulisse im Hintergrund. Zugleich schaffen sie einen nahtlosen Übergang zu den Gehölzen des sich anschließenden Altenheims. Für verschiedene bunte Farbtupfer sorgen sorgfältig ausgesuchte Pflanzen wie die Mazedonische Witwenblume, der blaue Stauden-Lein sowie das Garten-Fingerkraut und die hohe Fetthenne. „Insgesamt ist ein harmonischer Hanggarten entstanden, der die vorhandene Grundstückssituation optimal aufnimmt“, so Leuchter.

www.dl-landschaft.de


Fotos:

Anke Thönissen