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Schwebendes Scienceoffice

Erweiterung der Verwaltung für die Fachhochschule für Oekonomie und Management FOM, Essen

Es scheint zu schweben: das neue Verwaltungsgebäude SCIENCEoffice der Fachhochschule für... mehr
Es scheint zu schweben: das neue Verwaltungsgebäude SCIENCEoffice der Fachhochschule für Oekonomie und Management FOM. Zu Beginn des Jahres 2011 schloss das Büro Koschany + Zimmer Architekten KZA die Arbeiten rund um das aufgeständerte Bauprojekt ab.

Bereits mit der Errichtung des FOM Schulungszentrums im Jahr 2000 und mit dem Bau des LOFToffice 2007 beschritt die FOM mit Unterstützung von KZA neue architektonische Wege. Die Architekten integrierten das Headoffice des Unternehmens in eine bereits existierende Gewerbeimmobilie. Nachdem diese entkernt, völlig saniert und mit begrüntem Innenhof versehen war, konnte die FOM ihr „Büro der Zukunft“ für die „Wissensgesellschaft von Morgen“ beziehen. Die als „Lebensraum Büro“ von KZA geplante und realisierte Immobilie vermochte es, den Bauherrn optimal zu überzeugen. Aufgrund des erhöhten Raumbedarfs der FOM Verwaltung wünschte der Bauherr 2008 eine Erweiterung auf dem bereits genutzten Areal. Jedoch: Alle vorhandenen Freiflächen dienten als unverzichtbarer Parkraum. KZA fand die Lösung: Ein aufgeständerter, brückenartiger Baukörper, der sowohl große Bereiche des Parkplatzes, als auch Teile der vorhandenen Bebauung überspannt. Gemeinsam mit Ingenieuren von ARUP entwickelte KZA als Generalplaner die Statik dieser Bürobrücke. Sie basiert auf der einen Brückenseite auf vier V-förmigen Rahmenecken-Stützenpaaren sowie sechs Pendelstützen auf der gegenüberliegenden Seite. Innerhalb dieser Pendelstützen befindet sich der dreiseitig verglaste und nachts mit LED-Streifen beleuchtete Erschließungskern.

Das SCIENCEoffice - das in seiner Namensgebung Bezug auf die dort angesiedelten Arbeitsbereiche der wissenschaftlichen Mitarbeiter, des Rektors und des Kanzlers nimmt - ist auf den Längsseiten (W/O) vollständig verglast. Die beiden Kopfseiten (N/S) sind komplett geschlossen. Transparenz und Helligkeit erhält der Baukörper dank seiner beidseitigen, bodentiefen Fassadenverglasung sowie der vollverglasten inneren Flurwände.

Der Grundriss des Gebäudes gliedert sich in zwei seitliche Bürospangen für ein und zwei Personen sowie Gruppenbüros. Dazwischen öffnet sich eine großzügige Mittelzone, die weitere Arbeitsplätze und Aufenthaltsbereiche anbietet. Hier sind zudem der Erschließungskern, die Toiletten und Teeküchen sowie Technik- und Abstellflächen untergebracht. Neben der filigran ausgebildeten Stahltreppe und dem Aufzug sind dort alle weiteren Ver- und Entsorgungsleitungen des Gebäudes gebündelt.
Die Fassade ist geprägt von einem Rhythmus aus zu öffnenden und festverglasten Feldern. Diese Struktur sieht vor, dass jedes Büro mindestens über einen zu öffnenden Fensterflügel verfügt. Eine zentrale Lüftungsanlage sorgt für Frischluftwechsel und wird durch lokale Kühlgeräte im Deckenhohlraum unterstützt. Sie gewährleistet ein angenehmes, individuell und büroweise regelbares Klima – so geht die Arbeit leichter von der Hand.

www.kza.de
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André Loessel
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