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Noch mehr Kunst für Kettwig

Einzigartiger Skulpturenpark soll erweitert werden

Mehr als 30 Jahre ist es her, dass eine hartnäckige Künstlerin den Heimat- und Verkehrsvereins... mehr
Mehr als 30 Jahre ist es her, dass eine hartnäckige Künstlerin den Heimat- und Verkehrsvereins Kettwig e.V. von ihrer Idee überzeugte, zeitgenössische Kunst in Kettwig in Form eines Skulpturenparks erlebbar zu machen. 14 Werke von namhaften Künstlern und Künstlerinnen aus dem 20. und 21. Jahrhundert kann man auf einem Spaziergang im historischen Stadtkern und an den Ufern der Ruhr entdecken – und es sollen noch mehr werden.

„Die Familie“ heißt die Skulptur mit der 1985 alles begann. Die dreiteilige Skulptur aus Mutter, Vater und Kind stammt von dem einst an der Folkwang-Universität Essen lehrenden Bildhauer Herbert Lungwitz (1913–1992). Um die künstlerische Qualität zu gewährleisten, wurde bereits damals festgelegt, dass die Auswahl der Werke vom Museum Folkwang begleitet wird. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Gleichbleibend ist auch das Engagement von Leihgebern und Förderern, die durch Schenkungen und Spenden die Skulpturen durchaus renommierter Künstler in den Park holten. Die konstruktivistische Skulptur „Breklosku“ von Werner Graeff (1901 – 1978), einst jüngstes Mitglied der holländischen de Stijl Gruppe, Bauhausschüler und Lehrer an der Folkwang-Schule, steht seit 1988 am Bürgermeister-Fiedler-Platz. Prägend für Kettwig wurde 1992 die Skulptur „Weberbrunnen“ auf dem Tuchmacherplatz. Wolfgang Liesen (geb. 1936) erinnert damit an Kettwigs lange Weber-tradition vom 15. Jahrhundert bis zum Jahr 1975. Das „Nashorn“ des in Gelsenkirchen geborenen und mittlerweile in ganz Deutschland geachteten Künstlers Johannes Brus (geb. 1942) verleiht seinem Standort am Bögelsknappen einen ganz besonderen Akzent. Der inzwischen international vertretene Carl Emanuel Wolff (geb. 1957), der an der Kunstakademie in Dresden als Professor lehrt, hat den Park mit dem „Tapferen Schneiderlein“ bereichert.

War manche Skulptur zunächst eine Leihgabe, so ging sie doch mit den Jahren in den Besitz des Vereins über, sei es durch Schenkung, Spenden der Bürger oder einen besonders engagierten Mäzen. Mit den modernen, zeitgenössischen Werken aus dem 20. und 21. Jahrhundert möchte der Verein die Auseinandersetzung mit der Kunst allen Bürgern und Besuchern ermöglichen. Dass die Skulpturen vor historischer Kulisse stehen, sorgt dabei für einen ganz besonderen Spannungsbogen: Altes und Modernes, Reales und Abstraktes bilden ein gelungenes Gesamterlebnis.

Die Erfolgsgeschichte ihres bürgerlichen Kunst- und Stadtteil-Engagements wollen die Kettwiger fortsetzen: Mit zwei neuen Skulpturen soll der Park erweitert werden. „Frisch vermählt“ von Hubert Sandmann und Miriam Giessler und ein „Tuch für Kettwig“ von Norbert Pielsticker sollen mit Hilfe von Spenden schon bald ihren ganz eigenen Ort im Kettwiger Skulpturenpark finden.

www.skulpturenpark-kettwig.de