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Neues Wohnen im Alter

„Stadtresidenz Rüttenscheider Hof“ Essen

Modern, barrierearm und seniorengerecht muss zukunftsfähiger Wohnraum sein. Die... mehr
Modern, barrierearm und seniorengerecht muss zukunftsfähiger Wohnraum sein. Die Wohnungsgenossenschaft Essen-Nord hat darum am Rüttenscheider Platz 2 in Essen ein Mehrfamilienhaus mit seniorengerechten Wohnungen errichtet. Mit Erfolg: Weit vor Fertigstellung im Sommer waren alle Wohnungen vermietet.

Die neue „Stadtresidenz Rüttenscheider Hof“ erinnert namentlich an das traditionsreiche Hotel „Rüttenscheider Hof“, das 1907 an dieser Stelle errichtet und nach Kriegsschäden wieder aufgebaut wurde: „Als wir das Grundstück 2011 erworben haben, stand das Hotel schon lange leer. Wir haben gehofft, es umbauen und sanieren zu können, aber das hätte hinsichtlich der geforderten Wohnqualitäten letztlich zu keinem befriedigenden Ergebnis geführt“, sagt Andreas Dargegen, Bereichsleiter Technik bei der Wohnungsgenossenschaft Essen-Nord. „Den Anforderungen an den baulichen Wärme- und Schallschutz wäre man nur mit hohem Aufwand gerecht geworden, von den heute zwingend notwendigen PKW-Einstellplätzen und dem Einbau eines Aufzugs ganz zu schweigen.“

Der „Rüttenscheider Hof“ gehörte nicht zu den denkmalgeschützten Gebäuden. Einzig seine massiven Giebelwände mussten erhalten werden und waren während des Rückbaus des Hotelgebäudes durch in Decken und Querwänden der Nachbargebäude verankerte Stahlträger statisch gesichert. Das neue Gebäude wurde mit Hilfe erschütterungsfrei eingebrachter Bohrpfähle 16 m tief auf gewachsenem Fels gegründet. Die energieeffizient optimierte Gebäudehülle wurde statisch auf ein Minimum reduziert. Entworfen hat den Neubau auf dem 390 m2 großen Grundstück Architekt Georg Heckmann. Entstanden ist ein sechsgeschossiges Wohn- und Geschäftshaus mit zwölf Wohnungen und einem Ladenlokal sowie zwölf PKW-Einstellplätzen. „Ziel des Architekten ist es gewesen, den Rüttenscheider Markt städtebaulich einzufassen“, erklärt Dargegen. Die vier auskragenden oberen Geschosse korrespondieren deshalb mit dem vis-á-vis am Marktplatz stehenden, ebenfalls sechsgeschossigen, Gebäude. In den unteren Geschossen wurde das Wohn- und Geschäftshaus mit einer weichen Rundung zurückgenommen, damit man auch aus Richtung Klarastraße kommend einen erweiterten Blick auf den Rüttenscheider Markt hat.

Ein lichtdurchflutetes Treppenhaus mit Aufzug ermöglicht den Bewohnern die barrierefreie Bewegung im gesamten Gebäude. Barrierearm und seniorengerecht sind ebenfalls alle Wohnungen ausgestattet: 1,50 m breite Bewegungszonen für Rollstuhlfahrer, 1 m breite Türen und bodenbündige Übergänge zu Balkonen und Duschen. Bodentiefe, dreifach verglaste und durchweg zu öffnende Fenster in allen Räumen sorgen für viel Licht und gute Luft. Ergänzend schafft eine bedarfsorientierte Abluftanlage ein angenehmes Raumklima. Besonders begehrt war das Penthouse. Die für jedes Mehrfamilienhaus vorgeschriebene Spielfläche hat der Architekt aufs Dach gesetzt – die Enkel der Bewohner wird es freuen!

www.essen-nord.de
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Michael Oberländer