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Neubau im historischen Ensemble

Aufwertung für Essen-Altendorf

Die Hirtsiefersiedlung an der Bockmühle in Essen-Altendorf ist als kleine Gartenstadt... mehr
Die Hirtsiefersiedlung an der Bockmühle in Essen-Altendorf ist als kleine Gartenstadt konzi­piert, ganz ähnlich den viel bekannteren Siedlungen Margarethenhöhe in Essen oder Heimat­erde in Mülheim. Mit der Heimaterde hat die Hirt­siefersieldung den Architekten Theodor Suhnel gemeinsam. Er entwickelte im frühen 20. Jahrhundert unterschiedliche Gebäudetypen, dennoch gelang es ihm ein geschlossenes, harmonisches städtebauliches Gesamtbild zu schaffen. Die Wohnungsgenossenschaft Essen-Nord eG hat den Neubau von zwei Mehrfamilienhäusern im Bockmühlenweg behutsam in das historische Ensemble der Hirtsiefer-Siedlung integriert.

Mit 755 Wohnungen ist die Hirtsiefer-Siedlung die größte zusammenhängende Siedlungsanlage der Wohnungsgenossenschaft Essen-Nord eG. Konzeption, Architektur, Wohnformen und die Gestaltung des Wohnumfeldes gehen auf die im Jahr 1914 gegründete Genossenschaft „Klein­haussiedlung Altendorf“ zurück. Eine zurückhaltende Formensprache und eine wohlproportionierte Gliederung der einzelnen Gebäude sind für das Erscheinungsbild der Hirtsiefer-Siedlung typisch. Das von der Wohnungsgenossenschaft Essen-Nord eG beauftragte Architekturbüro HCH Archi­tekten aus Bochum übertrug die Architektursprache von Suhnel auf die Neubaumaßnahme, allerdings modern und zeitgemäß neu interpretiert: „Wie auch bei den unter Denkmalschutz stehenden historischen Gebäuden reali­siert, wurden die beiden Vollgeschosse betont und das Staffelgeschoss abgesetzt. Den oberen Abschluss bildet ein Pultdach, denn dieses ermöglicht im Vergleich zu einem Dachgeschoss mit Drempel und Dachschrägen ein großzügiges und gut umsetzbares Abschlussgeschoss“, erklärt Archi­tekt Andreas Dargegen, Bereichsleiter Technik der Wohnungsgenossenschaft Essen-Nord eG.

Der Bockmühlenweg 36/38 liegt an der Peripherie der Hirtsiefer-Siedlung und fällt von der Straße in die Grundstückstiefe hinein um ein Geschoss ab. Die Hanglage nutzten die Architekten geschickt zur Unterbringung von Garagen und Stellplätzen. Auf den Garagendächern befinden sich die Gärten für die Wohnungen im Erdgeschoss. Insgesamt 16 Wohneinheiten zwischen 60 und 90 m2 sind in den beiden Baukörpern entstanden. „Über alle Ebenen hinweg sind die Neubauten barrierearm und alten­gerecht konzipiert. Dazu gehören zwei Aufzüge, fließen­de Übergänge zu Terrassen und Balkonen, boden­bündige Duschen, durchgehend ein Meter breite Türen und eine elek­trische Rollladenbedienung“, beschreibt Dargegen die zeitgemäße Ausstattung. Boden­tiefe Fenster ermöglichen den Bewohnern den Blick über den angrenzenden Grüngürtel und eine nunmehr als Rad- und Fußweg genutzte ehemalige Bahntrasse. Die vor­gestellten Aluminium-Balkone für das 1.OG und die Balkone des Staffel­geschosses mit einer Größe von jeweils 10 m2 unterstreichen den hohen Komfortanspruch der Wohnanlage. Die Energieeffizienzhäuser sind mit Fußbodenheizung, kontrollierten Wohnraumlüftungen mit Wärmerückgewinnung und einer Sole-Wasser-Wärmepumpe mit Erdwärme als Primärenergieträger ausgestattet. Ein großer Teil des Niederschlagwassers der Hauptdachflächen wird auf dem Grundstück versickert.

„Der Essener Stadtteil Altendorf wird durch die Neubaumaßnahme an der Hirtsiefersiedlung aufgewertet“, beschreibt Dargegen.
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EPS Michael Oberländer
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