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„Miniapolis“ ganz groß!

Die Spielstadt für Kinder im ThyssenKrupp Quartier

In „Miniapolis“ sind die Kleinen ganz groß! Im August 2012 eröffnete die neue Kindertages­stätte... mehr
In „Miniapolis“ sind die Kleinen ganz groß! Im August 2012 eröffnete die neue Kindertages­stätte auf dem Gelände des ThyssenKrupp Quartiers in Essen. Rund 100 „Minis“ zwischen vier Monaten und sechs Jahren werden in der Kita mit dem außergewöhnlichen Raumprogramm betreut: in der kleinen „Stadt“ machen Spielen, Musizieren, Lernen und Bewegung riesigen Spaß.

In erster Linie unterstützt ThyssenKrupp mit der Kita Betriebsangehörige und deren Familien, es gibt aber auch Plätze für Kinder aus der Umgebung, deren Eltern nicht bei dem Unternehmen beschäftigt sind. Das Herz von „Miniapolis“ bildet die über Lichtkuppeln im Dach natürlich belichtete, zentrale „Piazza“. Sie ist der Ort gemeinsamer Aktionen – Ort der Begegnung. Aus dieser zentralen Mitte werden die sechs Stammgruppen für die tägliche Kinderbetreuung erschlossen. Hinzu kommen eine Bibliothek, eine Holzwerkstatt, ein Atelier, der Mehrzweckraum und ein PC-Raum. Die Kinder sollen sich in „Miniapolis“ geborgen und angeregt zugleich fühlen. Denn die Kita wird vom Träger „Deutsches Rotes Kreuz“ nach dem Prinzip der bildungsorientierten „Reggio-Pädagogik“ geführt. Im Zentrum steht die behutsame und vielseitige Unterstützung von kindlichem Forscherdrang, Neugierde und Lernfreude. Dabei wird insbesondere im Hinblick auf Technik und Naturwissenschaften das Interesse der Kinder geweckt, ohne die anderen Bildungsbereiche zu vernachlässigen – für ThyssenKrupp als Industriekonzern ist dies ein besonderes Anliegen.

Geometrisch klar, sachlich, schlicht ist die Kubatur von „Miniapolis“. Die Architektur der gemeinsam beauftragten Büros JSWD Architekten aus Köln und Chaix & Morel et Associés aus Paris folgt damit dem Gestaltungsprinzip des von ihnen entworfenen, homogenen Gesamt-Quartiers. Es besteht aus einem Gefüge von Einzelgebäuden, eingebettet in einen grünen, baumbestandenen Teppich. Verbunden durch kurze Wege und kleine Plätze säumen die Gebäude die zentrale, alles ordnende Achse mit dem großen Wasserbecken und der „Allee der Welten“. Auf dem Campus dominieren filigrane Fassadenkonstruktionen aus metallischen Werkstoffen und Glas. Das übergeordnete Gestaltungsmotiv, das auf alle neuen Gebäude des Campus angewendet wird, ist das Prinzip „Schale-Kern“. Dabei gibt es zwei Fassaden-Typen: der eine bestimmt die Außenseite und damit die Wirkung der Gebäude zu den Freianlagen, der andere ist in die Mitte hin orientiert. Die äußeren Fassaden variieren mit ihrer metallischen Außenhaut das Bild der „rauen Schale“. Bei der Kita wurden für diese Schale dreidimensional verformte Edelstahlblechen verwendet, die hier das Bild einer sanften Wasserwelle erzeugen. Die gelochten Paneele legen sich wie ein „Gewand“ über die äußere Kontur des Baukörpers. Im Kontrast zur bewegten, technischen Haut des Gebäudes sind die Oberflächen im „warmen Kern“ des Gebäudeinneren hell und glatt.
www.jswd-architekten.de
www.chaixetmorel.com
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JSWD Architekten
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Fotos

Thomas Lewandovski
www.lewandovski.com