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Melange aus Kunst und Architektur

Neugestaltung des Restaurants „Mumm“

Das Auge isst mit – das gilt nicht nur für das was auf dem Teller landet, sondern auch für das... mehr

Das Auge isst mit – das gilt nicht nur für das was auf dem Teller landet, sondern auch für das Drumherum. Deshalb setzen Maria und Harald Mintrop in ihren beiden Essener Hotels seit jeher auf ansprechende innenarchitektonische Gestaltung. Frisch renoviert haben sie das Restaurant „Mumm“ in Mintrops Land Hotel Burgaltendorf.

Das Restaurant – dessen Namen übrigens von der Nähe zur alten Burgruine des Ritters Mumm zu Schwarzenstein abgeleitet wurde – sollte ein moderner Raum der Geselligkeit mit einer Atmosphäre zum Wohlfühlen werden. „Wir wollten die Ländlichkeit des Hauses auch gestalterisch betonen: Wärmer, gemütlicher, kommunikativer und emotionaler sollte es werden“, erzählt Harald Mintrop. Gemeinsam mit seiner Frau engagierte er einen Konzeptionisten, eine Stylistin und den Innenarchitekten Klaus Schulte. „Zwei Jahre lang haben wir um Lösungen gerungen. Über Farben, Formen, Leuchten, Tische und Stühle diskutiert“, erinnert sich der Hotelier.

Ein intensiver Dialog, der sich gelohnt hat. Im neu gestalteten Restaurant treffen nun rohes Eisen und handgearbeitetes Massivholz mit Arbeitsspuren auf feines Leder und weiße Textilien. Warme Farben von Dunkelbraun bis Hellbeige harmonieren mit Eichenholz. Spannende Kontraste setzen die roten Lederstühle und blauen Glasbilder. Große textile Leuchten bilden mit den Vorhängen des runden Erkers und der Fenster eine Einheit und wirken fast wie ein Bühnenbild. Effektvoll unterstrichen wird das Ambiente durch eine durchdachte Beleuchtungskomposition: fokussierendes Licht, diffuses Licht und indirektes LED-Licht mit der Möglichkeit, die Farben zu ändern.
„Die traditionellen Komponenten eines Restaurants wie Gemütlichkeit, Qualität und Gastfreundschaft wurden durch eine zeitgemäße Formen- und Materialsprache erreicht“, so Innenarchitekt Klaus Schulte, mit dem die Geschäftsführer Maria und Harald Mintrop seit mehr als 20 Jahren zusammenarbeiten.

Für das Unverwechselbare, das i-Tüpfelchen setzte das Unternehmerpaar auf künstlerische Gestaltung und engagierte den international anerkannten Bildhauer und Installationskünstler Stefan Pietryga. Er sollte ihr Restaurant zur Begegnungsstätte von Mensch, Natur und Kunst machen. Prägendes gestalterisches Element im Entrée sind zwei im Rahmen gefasste Glassteelen, die eigens in den Werkstätten der Glasmalerei Peters in Paderborn hergestellt wurden. Sie schließen in der Bar im Vorraum an holzvertäfelte Flächen an und bilden so den Eingang zum Restaurant. Abstrahierte Figuren in leuchtendem Ultramarinblau gruppieren sich um eine spiralförmige Struktur – ein gläsernes Tor, das dem Raum schon beim Betreten Dynamik verleihen soll. Es ist Teil einer Installation, deren wesentlicher Bestandteil die großen raumhohen Glasscheiben links und rechts an den Wänden sind. Sie stehen sich gegenüber und werfen auf der Fensterseite bunte Lichtspiele in den Raum. Grafische Linien und Flächen, eingearbeitet mit Sandstrahltechnik, bilden ein Waldstück ab und fügen sich mit den glasmalerisch bearbeiteten Figuren und Flächen zu einer Landschaft. Die Gläser an der Wand, die durch Fensteröffnungen unterbrochen werden, beziehen je nach Lichtverhältnissen das Innen und Außen wechselseitig in das Bildgeschehen mit ein. „So sitzt man zwischen den Bildern im „Waldstück“. Im Genuss bei Tisch kann die Aufmerksamkeit des Gastes auf einen Bildausschnitt angeregt werden. Vielleicht durch einen besonderen Moment, durch den Widerschein einer Kerze, oder durch etwas anderes, das Erinnerungen wachruft, die oft nicht in Worte zu fassen sind“, erläutert der Künstler, der bereits viele Stipendien, Preise und Auszeichnungen sowie Lehraufträge an Universitäten, Akademien und Schulen erhalten hat. Das für ihn typische, auffällige Aquamarinblau, das in der sakralen Kunst Überirdisches, Heiliges symbolisiert, setzt nun auch im Restaurant „Mumm“ Akzente. „Herr Pietryga hat mit einem großartigen Entwurf ein bedeutendes Element zur Raumgestaltung beigetragen. Die Glaskunst ergänzt sich ideal mit den anderen Gestaltungselementen“, findet Innenarchitekt Klaus Schulte. „Der Raum wird mit den Glasbildern eingegrenzt, intimer gestaltet und wirkt zugleich großzügiger.“ Eine gelungene Melange aus Kunst und Architektur.

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Graf Luckner, Hamburg
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