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Markante (Innen-)Architektur

Klar, lichtdurchflutet, gedankenvoll

Ein komplettes Haus zu entwerfen und zu bauen ist ein eher ungewöhnlicher Auftrag für ein... mehr

Ein komplettes Haus zu entwerfen und zu bauen ist ein eher ungewöhnlicher Auftrag für ein Innenarchitekturbüro. Aber nicht unmöglich – solange der Innenarchitekt über ausreichend fachliche und rechtliche Qualifikation verfügt. So realisierte Innenarchitekt Ekkehard Schröer für seine Auftraggeber ein markantes Einfamilienhaus, das sich sehen lassen kann – von innen wie von außen. Ein helles weißes Haus mit Flachdach, große Terrassenflächen und ein ökologisches, Ressourcen sparendes Heizsystem wünschten sich die Bauherren. Für das recht kleine Grundstück (ca. 400 m²) existierten jedoch sehr schwierige Planungs- und baurechtliche Bedingungen: „Es war so ziemlich mit allen Anforderungen belegt, die das Baunebenrecht zu bieten hat. Entsprechend schwer war es, die Wünsche aller unter einen Hut zu bringen“, erinnert sich Schröer. Mit intensiver Planung, vielen detailgenauen Skizzen, Sensibilität und vorsichtiger Beharrlichkeit ist es dennoch gelungen.

Entstanden ist ein komplexer Baukörper mit schwierigen konstruktiven Details aus Keller, Erd- und Staffelgeschoss mit Doppelgarage (zugleich Terrasse). Dennoch wirkt das 200 m² große Einfamilienhaus klar und einfach. Lage und Umgebung des Grundstücks flossen sehr stark bei der Planung des Gebäudes mit ein. Der Hanglage entsprechend erfolgt die Erschließung von der Seite. Außergewöhnlich ist die recht geschlossene Südfassade: „Die Bauherrschaft ist ganztägig berufstätig, wünscht sich also eher morgens und abends lichtdurchflutete Räume. Eine offene Südfassade hätte nur dafür gesorgt, dass das Haus sich tagsüber aufheizt“, beschreibt Schröer. Die fast fensterlose Südfassade setzte Schröer mit Abstand vor die eigentliche Fassade, so dass über Skylights viel Licht von oben in das offene Erdgeschoss fließt. Durch einen fast sechs Meter hohen schmalen Treppenraum geht es über eine Betontreppe ins „höher liegende“ Erdgeschoss mit einer imposanten Deckenhöhe von 3,10 m. Hier öffnet sich der Raum durch große Fensterflächen in der Ost-, Nord/West- und Nordfassade. Im Osten (Sonnenaufgang) und Nordwesten (Sonnenuntergang) sind großzügige Terrassen positioniert, deren Nutzung den zeitlichen Abläufen innerhalb der Familie entspricht. In die Wand „gehängte“, scheinbar schwebende Treppenstufen führen in das Staffelgeschoss mit Schlaf- und Kinderzimmern. Klar strukturiert, offen und hell wirken die Räume des Einfamilienhauses. Wertige Materialien (Böden schwarzen aus schwarzem Quarzit, gespachtelte, mit Flies gestrichene Innenwände, Feinsteinzeug), ein gedankenvolles Lichtkonzept und raffinierte Details zeichnen die Innenarchitektur aus. Und auch ökologisch wurden die Wünsche der Bauherren erfüllt: Die weiß verputzte Gebäudehülle besteht aus hochwärmedämmenden Ziegeln, ausgeführt als einschaliges Mauerwerk. Beheizt werden die Räume mit einer Pelletheizung mit solarthermischer Unterstützung.

www.ekkehardschroeer.de

Architekten Ekkehard Schröer www.ekkehardschroeer.de Fotos Peter Stockhausen... mehr

Architekten

Ekkehard Schröer
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Fotos

Peter Stockhausen
www.peter-stockhausen.de