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Kunst im Kern

Neue Zentrale für Duisburger Familienunternehmen

In der industriellen Prozessoptimierung ist das Familienunternehmen Krohne weltweit führender... mehr

In der industriellen Prozessoptimierung ist das Familienunternehmen Krohne weltweit führender Anbieter. Darüber hinaus besitzt Krohne eine riesige, über mehrere Generationen gewachsene Kunstsammlung. Für Konzern und Kunst entwarfen Baumhauer Architekten aus Berlin eine neue Zentrale am Stammsitz in Duisburg.

Ausreichend Raum für einen Großteil der rund 2.000 Werke umfassenden Kunstsammlung sahen die Planer bereits in ihrem Entwurfskonzept für den geladenen Planungswettbewerb vor – und überzeugten damit die Jury. Ein Kern aus Kunst bildet die Gebäudemitte des sechsgeschossigen Neubaus. Er ist als weitestgehend geschlossenes Quadrat ausgebildet, das von zwei Durchgängen durchschnitten wird. Türen, Schalter oder Steckdosen sind an den Außenflächen ganz bewusst nicht zu finden, sie würden neben den Kunstwerken nur störend wirken. In den Regelgeschossen liegen die Büroflächen zu den Wänden des „Kunstkerns“ hin offen, so dass die rund 250 Mitarbeiter stets freien Blick auf die Werke haben.

Umschlossen wird dieser innere Block von einer Doppel-Glasfassade. Schwertartig ausgeformte und mehrfach geknickte Fassadenelemente verändern je nach Lichteinfall und Schattenwurf das Erscheinungsbild der Fassadenfläche und sorgen so für Lebendigkeit und architektonische Eigenständigkeit. Zugleich bietet die Fassade hervorragenden Schallschutz für die Büroräume, denn der Neubau liegt an der Schnittstelle von A 3 und A 40. Auch im Klima- und Energiekonzept nimmt die Glasfassade eine wichtige Rolle ein. Wärmepumpen, Erdsonden und Betonkernaktivierung tragen ebenfalls wesentlich zur Energieeffizienz bei. Trotz Schallschutzfassade besteht die Möglichkeit, individuell zu lüften, was im Zusammenspiel mit drei Metern Deckenhöhe, maximaler natürlicher Belichtung und einer besonders effektiven Innenraumakustik eine angenehme Arbeitsatmosphäre ermöglicht.

Im Erdgeschoss des Gebäudes schiebt sich ein eingeschossiger Veranstaltungsbereich aus dem Gebäude heraus und vermittelt zwischen dem Neubau und den bestehenden Verwaltungs- und Produktionsbauten. Durch diese geschickte Baukörpergliederung ließen sich dunkle „Schluchten“ zwischen den Gebäuden vermeiden. Für die öffentlich zugänglichen Bereiche wählten die Architekten bewusst langlebige, natürliche Materialien aus, die durch das Ansetzen von Patina auf schöne Weise altern und somit eine Wertigkeit ausstrahlen, die hervorragend zu dem Familien-Unternehmen mit knapp 100-jähriger Geschichte passen.

www.baumhauer.com

Architekten: Baumhauer Architekten www.baumhauer.com Fotos: HG Esch mehr

Architekten:

Baumhauer Architekten
www.baumhauer.com

Fotos:

HG Esch