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Konsequent und ideenreich

Puristisches Einfamilienhaus am Phoenix-See

Bei jedem Bauvorhaben bilden der Ort und seine Geschichte, die Umgebung und die Topographie... mehr

Bei jedem Bauvorhaben bilden der Ort und seine Geschichte, die Umgebung und die Topographie wesentliche Faktoren für einen Entwurf des Architekturbüros Schamp und Schmalöer. So öffnet sich der Neubau dieses Einfamilienhauses in erster Reihe am Phoenix-See großzügig zur Wasserseite und erinnert mit industriellen Details an die Vergangenheit des Standortes. „Wir wollen unverwechselbare Gebäude schaffen, in denen sich Menschen wohlfühlen, neue Möglichkeiten entdecken und durch die Verbindung von Geschichte und Gegenwart Zukunft entstehen lassen“, erklärt Susanne Schamp.

Minimalismus ist das leitende Element dieses Bauwerkes, das sich harmonisch in den Hang am See fügt. Ganz bewusst ist der Eingangsbereich so in den Entwurf integriert, dass er auf den ersten Blick gar nicht zu erkennen ist. Das Eingangsgeschoss verfügt über eine Diele mit Zugang zur Doppelgarage, ein Gäste-WC mit unauffälliger Tapetentür und eine offene Küche mit Esszimmer auf einer Galerie mit Ausblick auf den See. Der Stahlträger mit Laufkatze, der sich über die gesamte Decke bis über den Luftraum über dem Wohnzimmer im Gartengeschoss hinweg spannt, ist ein besonderer Blickfang. Wie viele weitere Details im Haus erinnert er an die industrielle Vergangenheit des Ortes: an das Stahl- und Eisenwerk Hermannshütte. Der pigmentierte Zementestrich als Oberboden, Sichtbetondecken in Einzelbrettschalung, Stahlgeländer und ein mit Klarlack pulverbeschichteter blau gewalzter Stahl als Belag für die Treppe zeugen davon, dass hier eine Entwurfsidee konsequent und ideenreich umgesetzt wurde. Für den Baustoff Beton konnten sich Bauherren und Architekten gleichermaßen begeistern: So findet man zwei Sichtbetonwände und eigens von den Bauherren angefertigte, zum Teil frei auskragende Sichtbeton-Küchenarbeitsplatten, einen Sichtbeton-Baduntertisch sowie eine frei auskragende Sitzbank im Eingangsbereich. Die auskragende Betontreppe verleiht dem Baustoff eine ungeahnte Leichtigkeit. Kombiniert wird der industrielle Touch mit der Ästhetik der sogenannten „weißen Moderne“ der Bauhauszeit.

Von der Detailliebe der Architekten und der Bauherren zeugt nicht nur die reduzierte Formensprache sondern auch die Integration sämtlicher Haustechnikelemente auf unsichtbare Weise: Stromschienen sind deckenbündig eingelassen, Gardinenschienen und Lautsprecher befinden sich in der Sichtbetondecke, für die iPad-Haussteuerung gibt es Einbaunischen. Ebenfalls perfekt integriert sind sämtliche Ablageflächen, das Bedienpanel der Alarmanlage und alle Badelemente. Im Obergeschoss, das Schlafzimmer mit Elternbad, Büro, Gästezimmer und Gäste-Bad beherbergt, sind sämtliche Innenraumtüren bündig und stumpf eingeschlagen. Das Einfamilienhaus fügt sich in seiner puristischen Anmutung perfekt in die Reihe der modernen Neubauten, die in den vergangenen Jahren am See entstanden sind. Und dennoch hat es durch die Vielzahl ungewöhnlicher Finessen einen unverwechselbaren Charakter.

www.schamp-schmaloeer.de

Architekten: Schamp & Schmalöer Architekten www.schamp-schmaloeer.de... mehr

Architekten:

Schamp & Schmalöer Architekten
www.schamp-schmaloeer.de

Fenster/Türen/Metallfassade:

Reppel und Co. Metallbau
www.metallbau-reppel.com

Betontreppe:

RoomStone®
www.roomstone.de

Elektro:

Plus-Minus Elektrobau
Telefon: 0231/830977

Sanitär/Heizung/Lüftung:

Berens Haustechnik
www.berens-haustechnik.de

Rohbau:

Flesch Bauunternehmung
www.fleschbau.de

Fotograf:

Hans Jürgen Landes
www.landesfoto.de