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Komposition der Elemente

Innenarchitektur, die verbindet: Der neue Hauptsitz der Brenntag Gruppe in Essen

Die Brenntag Gruppe, Weltmarktführer in der Chemiedistribution, hat im Zuge ihres Wachstums den... mehr

Die Brenntag Gruppe, Weltmarktführer in der Chemiedistribution, hat im Zuge ihres Wachstums den Hauptsitz von Mülheim an der Ruhr in die Ruhrmetropole Essen verlegt und am neuen Standort ein zukunftsfähiges, neues Verwaltungsgebäude bezogen. Die Architektur des „House of Elements“ stammt von JSWD Architekten aus Köln, die Innenarchitektur entwarf das Essener Büro Nattler Architekten. Außen wie innen spiegelt das Gebäude die für das Unternehmen wichtigen Themen Nachhaltigkeit, Sicherheit, Gesundheit, Ressourceneffizienz und Flexibilität wider.

Im Namen „House of Elements“ steckt der Grundstein für das innenarchitektonische Konzept: Nicht nur in der Chemie werden Elemente miteinander verbunden, sondern auch in der Innenarchitektur. Hier verbinden sich die verschiedenen Materialien und Objekte zu einer räumlichen Komposition. Nattler Architekten verknüpften die Sonderzonen wie die Meeting Points, Technikports, Besprechungsräume und den Empfang so miteinander, dass sie zu atmosphärischen Begegnungsstätten für Mitarbeiter sowie zu Wartezonen für Besucher werden. Die Magistrale ist dabei „Verbindungsplaza“ zwischen den Büro- und Besprechungsräumen. Die kühl gehaltene Fassade des Gebäudes lässt zunächst wenig über die farblich warme Stimmung im Innern erahnen. Beim Betreten des Gebäudes begegnet dem Besucher der erste Farbton der gewählten Farbpalette: Rote Sitzmöbel, in Anlehnung an die Unternehmensfarbe, begrüßen Mitarbeiter und Besucher. Die Farbkonzeption bedient sich weiterer Farbtöne wie Gelb, Orange, Grün, Blau und Grau, die in Anlehnung an Le Corbusier’s Polychromie als harmonisch zum Rotton betrachtet werden. So entsteht eine positive Behaglichkeit in den gemeinschaftlich genutzten Bereichen. Jedes Geschoss bedient sich einer der vorgestellten Farben als Hauptdarsteller, die zugleich als Orientierung dient. Die Sonderzonen lockern die funktionalen Arbeitszonen auf. Auch hier ist die Verbindung der Elemente durchgehend spürbar. Eine runde weiße Empfangstheke auf einer asymmetrisch angeordneten Ellipse empfängt Mitarbeiter und Besucher. Sie bildet das Herzstück im lichtdurchfluteten Foyer. Daneben sind die Sitzgelegenheiten für Besucher in einer lockeren Komposition angeordnet. Eine große Medienwand informiert über das Unternehmen. Entlang der Magistrale eröffnen kleine Halbinseln aus Parkett Gelegenheiten zum Gespräch abseits der Sitzungsräume. Der helle Parkettboden definiert die Größe der Insel, auf der Bäume als Zeichen für Natur und Nachhaltigkeit integriert sind und den Genuss einer Freiluftsituation erzeugen.

In den oberen Etagen liegen die offen gestalteten Meeting Points, die aus den angrenzenden Büroräumen einsehbar sind. Die anregende Lichtinszenierung und die farbliche Betonung laden zum Verweilen ein. Angrenzend liegt der Technikport mit Drucker und notwendigem Bürozubehör. Dieser ist durch eine u-förmige Koje zur Orientierung wieder in der Farbe des Geschosses eingefasst. In der Chemiedistribution ist Brenntag die elementare Verbindung zwischen Kunde und Lieferant. Für die Präsentation verschiedener Produkte und Anwendungsmöglichkeiten wurde eigens ein Showroom konzipiert – raumhohe, großformatige Alucobond-Platten lassen ihn besonders hochwertig erscheinen. Ein Blickfang sind die beleuchteten Vitrinen, die in die silbergraue Aluminiumverkleidung eingelassen sind und ausgewählte Produkte zeigen.

www.nattlerarchitekten.de


Fotos:

Christa Lachenmaier
www.christalachenmaier.com