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Kompaktes Raumwunder

Einfamilienhaus in Oberhausen

Außen kompakt und innen ganz offen: Mit diesem Konzept erfüllte Architekt Michael Paris vom... mehr

Außen kompakt und innen ganz offen: Mit diesem Konzept erfüllte Architekt Michael Paris vom Architekturbüro Planquadrat in Duisburg in Kooperation mit dem Architekten Christian Philippi die Vorgaben des Bebauungsplanes und die Wünsche seiner Auftraggeber.

Den Traum vom eigenen Haus hatten die Bauherren schon einmal realisiert: „Damals kaufte die Familie ein fertiges Haus. Jetzt wollte sie in Oberhausen-Sterkrade neu bauen. Ganz individuell und nachhaltig, modern, schlicht und am liebsten mit Flachdach,“ erzählt Paris. Der Bebauungsplan schrieb jedoch 1,5 Geschosse und ein Satteldach mit genau festgelegter Firsthöhe vor. So entwarfen die Architekten ein in seinen Außenabmessungen kompaktes Gebäude mit Satteldach (ohne klassischen Dachüberstand) aus dem sich auf der Rückseite ein gläserner Kubus schiebt. Zeitlos wirkt diese Form. Ebenso wie die eingesetzten Materialien: Die rotbraun geklinkerte Fassade kombiniert mit unverrottbaren Faserzementplatten ist nachhaltig und leicht zu pflegen. Auch für die Grundstückseinfriedung und den Garagenbaukörper wählten die Architekten Faserzementplatten – so entsteht ein harmonisches Gesamtbild, ein Gebäude wie aus einem Guss. Dazu passen auch die glatten anthrazitfarbenen Beton-Dachsteine auf dem Satteldach, das dadurch ganz modern wirkt.

Ein unerwartetes Raumwunder eröffnet sich im Innenbereich des Wohnhauses: Vom großen, zentral gelegenen Empfangsbereich blickt man über sieben Meter hoch bis in den First. „Man fühlt sich fast wie in einer Kathedrale, was durch die offene Grundrissgestaltung und die Galerie noch betont wird,“ erklärt der Architekt. Besonderer Blickfang ist die statisch eingespannte Frei-Treppe, die vom Erd- ins Obergeschoss führt. Es sieht fast so aus, als würden die einzelnen Stufen schweben.
Oben angekommen findet man ein helles großzügiges Arbeitszimmer, die Schlafräume und das Badezimmer. Hier zu duschen, dürfte ein besonderes Vergnügen sein: In den 180 mal 90 cm großen Duschbereich wurde in Kopfhöhe eine Glasscheibe integriert, die den Blick über den Wohnraum in den grünen Garten frei gibt. Das Bad ist ebenso wie das Keller- und Erdgeschoss hellgrau im wilden Verbund gefliest. Anspruchsvolle Architektur, gutes Design und ganzheitliches Denken ist Planquadrat wichtig. So ist die 38 m² große Einliegerwohnung im Kellergeschoss leicht abtrennbar, für den Fall, dass sie künftig vermietet werden soll. Für die zentrale Warmwasserversorgung und Beheizung mittels Fußbodenheizung wurde das Haus mit einer Gasbrennwerttechnik modernster Art ausgestattet.

Dass Bauherren und Architekten geschmacklich auf einer Linie liegen, zeigt auch das Mobiliar: gradlinig, hell, schlicht fügt es sich in die neuen Räume, als wäre es dafür gemacht worden.

www.planquadrat.org

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Planquadrat
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Fotos

David Ertl
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