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Kompakt gestapelt

Erweiterung der Ernst-Immel-Realschule in Marl

Zwei Sporthallen mit den zugehörigen Nebenräumen, vier Fachklassen sowie eine Pausenhalle... mehr
Zwei Sporthallen mit den zugehörigen Nebenräumen, vier Fachklassen sowie eine Pausenhalle bildeten das Anforderungsprofil für die Erweiterung der Ernst-Immel-Realschule in Marl. Eine Option für eine Erweiterung, in welcher die Verwaltung und die naturwissenschaftlichen Räume mit einer zeitgemäßen Ausstattung neu eingerichtet werden können, war ebenfalls im Konzept zu berücksichtigen.

Das Architekturbüro Profs. Spital-Frenking + Schwarz setzte seinem Entwurf eine gutachterliche Untersuchung voraus. Sie eröffnete die Möglichkeit, durch eine Stapelung der Hallen sowie der direkten Zuordnung der Pausenhalle einen kompakten Baukörper zu entwerfen und eine wichtige Qualität des Standortes - den waldähnlichen alten Baumbestand im Schulhof - zu erhalten. Das Zentrum des neuen Gebäudeteils bilden die beiden Sporthallen. Flankiert werden sie von viergeschossigen Seitenflügeln mit den jeweiligen Nebenräumen der Hallen sowie den vier Fachklassen für Informatik und Hauswirtschaft. Die Gymnastikhalle im Erdgeschoss wird für den Schul- und Vereinssport genutzt. Zugleich ist sie Aufführungsort für schulinterne Festlichkeiten. Dieser doppelten Funktion sind auch die gewählten Materialien verpflichtet: Parkettböden, Eichenholzprallwände, große Türanlagen zur Pausenhalle und eine Glasfassade zum Wald. Der Erweiterungsbau nimmt mit dem Baukörper und der Materialwahl Bezug auf das Bestandsgebäude. Dessen Gliederung durch die Eingangsrisalite wird im Neubau durch die volumetrische Komposition der Treppentürme zu den mit Wandstärke auskragenden Seitenflügeln übersetzt. Die Reliefelemente des zurückhaltend expressiv eingesetzten Backsteins im Bestand – Gesimse und Lisenen - werden in den Fassaden der Seitenflügel des Neubaus durch die Vor- und Rücksprünge der Pfeiler und Riegel widergespiegelt. Bei dem für die Vormauerschale gewählten Backstein handelt es sich um Wittmunder Torfbrandklinker. Im wilden Verband gemauert, liegen die dunklen Fugen leicht zurück und schaffen so ein lebendiges Farbspiel. Das durchlaufende Sockelband und die nahezu gleiche Wiederholung der Außentreppe binden Alt- und Neubau zu einer Einheit.

Die Glasfassaden der Haupttreppenhäuser bilden die Fugen zwischen dem Neubau und dem Bestandsgebäude. Über den Ausdruck in der Fassade hinaus, bieten die lichtdurchfluteten Räume auf diese Weise eine enge Beziehung zum umgebenden Baumbestand und vermitteln, unterstützt durch die Lufträume, eine angenehme Großzügigkeit. Die gläserne Pausenhalle – gerahmt von den Treppenräumen und als Auftakt für das Gebäude vor dem großen Klinkerkubus – steigert diese Wirkung bewusst und soll so zum offenen und transparenten Zentrum der Gesamtanlage werden.

www.spitalfrenking-schwarz.de
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Architekten

Profs. Spital-Frenking + Schwarz
Architekten und Stadtplaner BDA
www.spitalfrenking-schwarz.de

Fotos

Eva Schwarz