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Innovativ Arbeiten

Das NewWorkLab in Gelsenkirchen bietet Raum für Start-ups und Berufspendler

Stundenlang im Stau stehen um nach Düsseldorf oder Essen zu kommen? Für manche Gelsenkirchener... mehr

Stundenlang im Stau stehen um nach Düsseldorf oder Essen zu kommen? Für manche Gelsenkirchener muss das nicht mehr zum Arbeitsalltag gehören. Hier bietet der Wissenschaftspark seit 2019 ein neuartiges, vom NRW-Wirtschaftsministerium gefördertes Coworking-Projekt an, dass sich nicht nur an Freelancer, sondern auch an Berufspendler richtet. Neueste Arbeitsplatzmodelle, ausgestattet mit modernsten Virtual-Reality-Technologien, sollen es Mitarbeitern ermöglichen, mit ihren Kollegen aus der Distanz zusammenzuarbeiten. Das Innenarchitekturbüro raum.atelier verwandelte dafür eine ehemalige Laborfläche in das innovative NewWorkLab.

Von der ehemals gefliesten Laborfläche mit ihren speziellen Einbauten ist im NewWorkLab nichts mehr zu spüren. Im Gegenteil: Auf rund 300 m² erwartet den Besucher eine loftartige Atmosphäre mit klaren Linien und hoher Aufenthaltsqualität. Menschen unterschiedlicher Herkunft, Erfahrung und beruflicher Ausrichtung sollen hier zusammenkommen und nebeneinander, vielleicht sogar miteinander, arbeiten können. Verbindendes Symbol für das gemeinschaftliche „Köpferauchen“ unter einem Dach ist der Ideenbaum mit Sitzebene, unter dem man quasi gemeinsam Platz nehmen und nachdenken kann. Insgesamt 27 voll ausgestattete Arbeitsplätze können tage- bzw. monatsweise gebucht werden. Zehn davon sind VR-Arbeitsplätze, die zum Modellprojekt CoWin gehören. Hier können Unternehmen und ihre Beschäftigten verschiedene digitale Arbeitsformen im Realbetrieb erproben. Dazu stehen dort modernste Technologien, VR-Brillen und Augmented Reality-Tools bereit. So könnte speziell für Berufspendler eine Alternative zum Home Office und zur Arbeit am betrieblichen Standort entwickelt werden. Das Projekt wird vom Forschungsinstitut für innovative Arbeitsgestaltung und Prävention (FIAP) e.V. in Gelsenkirchen wissenschaftlich geleitet. Doch es geht nicht nur ums Arbeiten, die Nutzer sollen sich auch wohlfühlen. Dafür gibt es Rückzugsorte und Kommunikationszonen, die die Aufenthaltsqualität steigern und Abwechslung in den Arbeitsablauf bringen. Als Grundmaterial für die Lounge mit Küchentheke, die Service-Box mit Umkleide, Plotter und Lagerfläche und die Sideboards im Open Space wählten die Architekten OSB-Platten. Think Tanks, drei Steharbeitsplätze sowie eine Relax-Area mit Massage-Sessel vervollständigen die Räumlichkeiten. Die gewählten Materialien und Farben und der Einsatz des überdimensionalen Logos an den Wänden von Lounge und Küchentheke schaffen einen direkten Bezug zum Wissenschaftspark und unterstreichen die großzügige Atmosphäre. Hier gibt es Raum zum Nachdenken, für neue Ideen, um miteinander in Kontakt zu treten. Klare Linien wurden geschickt mit natürlich warmen Materialien kombiniert, um in der industriell wirkenden Kulisse eine authentische Arbeitsumgebung zu schaffen.

www.raumatelier.de


Fotos:

Nick Wolf
www.nickwolff.de