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Harmonisch integriert

Das Parkhaus am Universitätsklinikum Essen ist funktional und setzt optisch Akzente

Parkhäuser sind ein Segen für die Autofahrer. Den Anwohnern sind sie jedoch in der Regel ein Dorn... mehr
Parkhäuser sind ein Segen für die Autofahrer. Den Anwohnern sind sie jedoch in der Regel ein Dorn im Auge. Groß, schwer und klobig wirken sie im innenstädtischen Bereich oft wie Fremdkörper. Nicht so das neue Zentralparkhaus am Universitätsklinikum Essen, entworfen von fischerarchitekten aus Aachen. Mit 700 neuen Stellplätzen entspannt es nicht nur die Parksituation sondern sorgt auch optisch für eine angenehme Vervollständigung des umgebenden städtebaulichen Gefüges.

Das Areal des Klinikums ist überwiegend in ein kleinmaßstäbliches Umfeld eingebettet. Die Eingangsseite mit den Hauptgebäuden liegt dagegen an einer Hauptverkehrsachse. Diese gründerzeitliche Hufelandstraße stellte den räumlichen Kontext für das neue Parkhaus. Auf einem Eckgrundstück unmittelbar neben dem Hauptgebäude sollte ein Parkhaus entstehen, das die Bedeutung der Eingangs- und Ecksituation unterstreicht und sich trotz seiner Größe und Funktion harmonisch integriert. Das 71 m lange und 34 m breite Parkhaus erhielt eine geschlossene, stark differenzierte und gegliederte Gebäudehülle. Die Erdgeschosszonen der Längsseiten wurden bewusst als Sockelzone abgesetzt und offener gestaltet, insbesondere zur Hufelandstraße hin. Hier wird der Erdgeschossbereich noch von einer vorgelagerten Grünzone ergänzt. Die vorhandene grüne Vorfläche des Klinikumgeländes – vom östlich gelegenen Hochhaus bis zur westlichen Parkhausausfahrt – wird nun als eine Einheit betrachtet und kann als Aufenthalts- und Bewegungsbereich genutzt werden. Die detaillierte und beleuchtete Glasfassade zur Hufelandstraße trägt dabei zum urbanen Charakter der Umgebung bei.

Die Aufgabe der harmonischen Integration lösten die Architekten weitgehend über die Hauptfassade oberhalb der Sockelzone: Drehbare Lochblechlamellen – in unterschiedlichen Winkeln rhythmisch angeordnet – bieten nicht nur einen Blendschutz für die gegenüberliegende Bebauung, sondern bilden gemeinsam mit den Halteprofilen an den Geschossdecken und akzentuiert gesetzten Glaselementen eine kleinteilige und gegliederte Fassade. Durch die Proportion der Lamellen, das Wechselspiel von Offen und Geschlossen, Hell und Dunkel werden Assoziationen zu Bürofassaden geweckt ohne die eigentliche Nutzung und Funktion des Gebäudes dabei zu leugnen. „Für uns war es wichtig, nicht nur ein hoch funktionales Gebäude zu schaffen, sondern auch das Gebäude als Maschine – ohne Camouflage – mit einer ehrlichen Architektur in die Maßstäblichkeit des Umfeldes zu integrieren“, so Dipl.-Ing. Architekt Christian Uwer.

www.fischerarchitekten.de
Architekten: fischerarchitekten www.fischerarchitekten.de Fotos: Jörg Hempel, Aachen... mehr

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Fotos:

Jörg Hempel, Aachen
www.joerg-hempel.com