Architektur in Artikel
Kategorie
Themen
Interior in Artikel
Themen
Kategorie
Garten in Artikel
Themen
Kategorie
Spezial in Artikel
Kategorie

Gewächshäuser und Orangerien

Außergewöhnliche Formen und Nutzungsarten beeindrucken

Gewächshäuser und Orangerien
Glashaus Herten
Gewächshäuser und Orangerien
Regenwald-Sukkulentenhaus im Grugapark
Gewächshäuser und Orangerien
Glaselefant, ehemalige Zeche Maximilian
Gewächshäuser und Orangerien
Bot. Garten Bochum, neue Gewächshäuser
Gewächshäuser und Orangerien
Orangerie im Grugapark
Gewächshäuser und Orangerien
Gewächshaus im Rombergpark
Gewächshäuser und Orangerien
Tropenhaus, Grugapark
Gewächshäuser und Orangerien
Gewächshaus im Rombergpark
Das 4.435 km² große Ruhrgebiet beherbergt eine Vielzahl außergewöhnlicher... mehr

Das 4.435 km² große Ruhrgebiet beherbergt eine Vielzahl außergewöhnlicher Gewächshausarchitekturen. Eine der auffälligsten Vertreter steht im Essener Grugapark, in dem bereits unzählige Gartenschauen stattfanden. Nachdem der Botanische Garten in den 1980er-Jahren mit dem Grugapark vereinigt wurde, wichen seine alten Pflanzenschauhäuser den heutigen drei Glaspyramiden, deren Dachkonstruktion unmittelbar ein Waffelmuster assoziieren. Unter dem prägnant und dreidimensional scheinenden Isolierglas befinden sich ein Regenwald, ein Bergnebelwald und die Sukkulenten. 1987 kam die Orangerie hinzu, die jedoch eher unscheinbar den Gewächshauskomplex ergänzt.

Auch der erst im Jahr 1968 gestaltete Botanische Garten der Ruhr-Universität Bochum verfügt über ein sehenswertes Gebäudeensemble aus drei Schaugewächshäusern und einer zentralen Eingangshalle, die als Verbindungselement für alle Häuser fungiert. Die Architektur ist auffallend, denn zwischen den in der Umgebung befindlichen Hochhäusern, erwartet man nicht unmittelbar in Pyramidenform aneinander gereihte Glas-Stahl-Konstruktionen. Das 1976 realisierte Tropenhaus ist mit 17 m Höhe und 713 m² das größte Gebäude. Zwölf Jahre später, anlässlich des 20-jährigen Bestehens konnte das Wüstenhaus fertiggestellt werden und im Jahr 2000 lud die Universität zur Einweihung des Savannenhauses. Da es sich um ein universitäres Gelände handelt, ergänzt zu Studien-und Forschungszwecken noch ein weiterer, jedoch nicht öffentlicher Gebäudekomplex die Schau-Anlage.

Neben den Botanischen Gärten gibt es im Ruhrgebiet weitere gläserne Kostbarkeiten mit architektonischer Raffinesse. Eines davon beherbergt der Maximilianpark in Hamm. Der Künstler Horst Rellecke verwandelte dort 1984 die Kohlenwäsche der ehemaligen Zeche Maximilian in den heute 35 m hohen Glaselefanten. Der Bau basiert auf einer Gewächshauskonstruktion aus Stahl und Glas. Im Inneren wurde ein Garten mit zehn beweglichen Kunstobjekten angelegt, von denen neun elektrisch über eine Schalttafel individuell steuerbar sind.

Ebenfalls abseits jeglicher Parkanlagen, gut 60 km westlich von der Zeche, verschönert ein Glashaus mit Gewächshaus-Ambiente den Stadtkern von Herten. Als Veranstaltungszentrum und Bibliothek genutzt, verfolgt die Stadt hierbei die Absicht der „grünen Solararchitektur“. Im Kern des Konzepts erwärmt die Sonne die Luft in der Glasrotunde und in den „Luftkollektoren“ zwischen der Gebäudedecke sowie dem darüber liegenden Glasdach. In den kälteren Monaten strömt die in den Kollektoren erwärmte Luft in die Bibliothek und sorgt zusammen mit der Fernwärme für eine angenehme Temperatur. Die aus der Bibliothek kommende Abluft wird zunächst wieder in die Rotunde geleitet, wo die Pflanzen sie mit Sauerstoff anreichern und Schadstoffe binden, bevor die Luft in die Leseräume zurückströmt. Das computergesteuerte Regelsystem spart so rund 30 Prozent der herkömmlich benötigten Energie ein.