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Ein magischer Ort

Leben und Arbeiten unter einem Dach – Eine Einladung zum Kommen und Verweilen

Auf der zum Landschaftspark umgewandelten ehemaligen Zechenbrache Erin, im Herzen von... mehr
Auf der zum Landschaftspark umgewandelten ehemaligen Zechenbrache Erin, im Herzen von Castrop-Rauxel, steht am Fuße des knapp 70 Meter hohen stillgelegten Förderturms das Galeriehaus Grosche. Hier verbindet das Schmuckgestalter-Ehepaar Kersten und Matthias Grosche Wohnen und Arbeiten miteinander. Die zeitgenössische Architektur des Hauses ist dabei ebenso einzigartig wie die Schmuckstücke, die hier entstehen.

Das Galeriehaus steht für eine innovative Her­stel­lungs- und Vertriebsform für neuzeitlichen Schmuck. Die zeitgenössische Architektur und das Lebensmodell der Eigentümer sind deshalb untrennbar miteinander verwoben. Dem Pariser Architekten Gilles Mercier ist es gelungen, das Konzept „Wohnen und Arbeiten unter einem Dach“ zu verwirklichen, für die Besucher der Galerie erlebbar zu machen und auch den Außen­raum mit einzubeziehen.

Der Entwurf des Schmuckes, seine Herstellung und das häusliche Leben spielen sich in einem Raum ab, den der Besucher in seiner Gesamtheit durch eine große Nord-Süd-Perspektive, die durch das gesamte Haus hindurchführt, wahrnehmen kann.

Der Quader, der an die Seite eines großen, quadratischen Hofes gesetzt wurde, besteht aus drei Sequenzen: Aus dem verbreiterten Bürgersteig vor der Galerie, mit dem Schaufenster und dem Haupteingang zur Schmuckgalerie; aus dem intimen Garten, der als Skulpturenhof bespielt werden kann und in den das Erdgeschoss übergeht; und einem Garten in Richtung des Förderturms, auf den ein großer, im ersten Stock liegender Balkon gerichtet ist, wie das Objektiv einer Kamera.

Das schlichte Innenvolumen wird durch zweigeschossige Lufträume akzentuiert. Die Verteilung der Fenster sorgt dabei für eine gerichtete Lichtführung im Inneren. Die Galerie ist auch zentral, an der westlichen Längsseite über einen Lichthof zugänglich, der den Garten und das Licht ins Haus fließen lässt.

Die Fassade besteht aus großformatigen stehenden Platten, die Fensterrahmen sind aus eloxiertem Aluminium, die versiegelten Außenflächen gepflastert. Diese kontrastierende Materialwahl soll in Verbindung mit dem Ort des ehemaligen Zechengeländes die Brücke zwischen der neuen Produktionsstätte der Goldschmiede und der ehemaligen Produktionsstätte der Schwerindustrie schlagen. Beiden zu Grunde liegt das Erz als Ausgangsmaterial, das in verschiedener Weise „veredelt“ wird.

Das Galeriehaus Grosche ist ein magischer, Neugier entfachender Ort. Ein offenes Haus, das Interessierte zum Kommen und Verweilen einlädt.

www.galeriehaus-grosche.com
Galeriehaus Grosche www.galeriehaus-grosche.com Fotos Stefan Braun mehr

Galeriehaus

Grosche
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Fotos

Stefan Braun