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Ein Fels in der Brandung

Der Kinder- und Jugendtreff „Blaues Haus“ in Duisburg hat einen Neubau erhalten

Hochfeld ist einer der vom Strukturwandel am stärksten betroffenen Stadtteile Duisburgs, war er... mehr

Hochfeld ist einer der vom Strukturwandel am stärksten betroffenen Stadtteile Duisburgs, war er doch über 150 Jahre industriell geprägt. Aktuell erfährt der Stadtteil jedoch durch das Integrierte Stadtentwicklungskonzept (ISEK) Hochfeld eine entscheidende Aufwertung. Teil davon ist die Umgestaltung des Grünen Rings. An dessen Rand wurde bereits vor rund 20 Jahren ein Provisorium aus blauen Containern aufgestellt, das als Anlaufstelle für Kinder und Jugendliche gedacht war. Der Ort wurde so gut angenommen, dass der Betreiber des „Blauen Hauses“, der Verein für Kinderhilfe und Jugendarbeit Duisburg e.V. mit Unterstützung der Stadt Duisburg, nach fast zwei Jahrzehnten als dauerhaft verankerte Einrichtung einen Neubau realisieren wollte. Gefördert wurde das im Frühjahr fertiggestellte Projekt vom Europäischen Fond für regionale Entwicklung und der Städtebauförderung des Bundes sowie des Landes NRW.

Für die planenden Architekten Druschke und Grosser war es weit mehr als ein Auftrag, vielmehr eine Herzensangelegenheit, einen identitätsstiftenden Ort für die Kinder und Jugendlichen zu schaffen. Das „Blaue Haus“, dessen Namensgebung Bezug auf die ursprünglichen blauen Container nimmt, präsentiert sich mit seiner ausdrucksstarken, reduzierten Architektur wie ein Fels in der Brandung. Die Betonoberfläche vermittelt eine Robustheit, die dazu einlädt, sich ungehemmt auszuprobieren. Durch einen Workshop unter der Leitung des Graffiti-Künstlers Marten Dalimot wurden die Kinder und Jugendlichen bei der Gestaltung der Sichtbetonfassade einbezogen. Die Besucher gelangen über ein großzügig gestaltetes Foyer ins Innere mit seinen hellen und einladenden Räumlichkeiten. Dort erwartet sie ein weiträumiger Mehrzweckraum sowie ein abtrennbarer Gruppenraum mit teils schrägen Wänden, die inspirierend wirken. Hinzu kommen ein Werkstattbereich und eine Gemeinschaftsküche. Abends wird das Gebäude zur Sicherung vor Vandalismus durch große Stahltüren verschlossen. Nun wird der eigens entwickelte Schriftzug „Blaues Haus“ wieder sichtbar.

Verantwortung in Nachhaltigkeit zeigt der Neubau schon jetzt: Zu Heizzwecken wurde eine ökologisch sinnvolle Luft-Wasser-Wärmepumpe installiert, das Dach ist intensiv begrünt und das Regenwasser versickert in einer Rigole unter einem Hochbeet. Zum umliegenden Park hin öffnet sich das Gebäude und lädt dazu ein, die Natur für sich zu entdecken. Dies ist ein erster Schritt in Richtung Umgestaltung des Rings, der sich von der Innenstadt über Hochfeld bis hinunter zum Rhein zieht. Neben reinen Grünzonen sollen Spiel- und Sportflächen und Bereiche für eine Lehrwerkstatt entstehen, wodurch die Bedeutung des „Blauen Hauses“ künftig noch unterstrichen wird. Der Entwurf ist in seiner Gänze eine einladende Geste für die Kinder, die Betreuer und die Menschen, die in diesem Gebäude einen Ort des Miteinanders und der Integration finden.

www.druschkeundgrosser.de

(Erschienen in CUBE Ruhrgebiet 03|20)

Architekten: Druschke und Grosser Architektur www.druschkeundgrosser.de Bauunternehmer:... mehr

Architekten:

Druschke und Grosser Architektur
www.druschkeundgrosser.de

Bauunternehmer:

Gebrüder Lorenz Bauunternehmung
www.gebrueder-lorenz.de

Stahl- und Metallbau:

Metall- und Stahlbau Peters
www.petersgoch.de

Dachdecker:

Dirk Hanzen Dachdeckermeister
www.hanzen.de

Trockenbau:

Akustikbau-Niederrhein
www.akustikbau-niederrhein.de

Außenanlagen:

Banzhaf Gartenbau
www.banzhaf-gartenbau.de

Fotos:

Annika Feuss
www.annikafeuss.com

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