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Ein Domizil für den Jazz

Jazzclub findet neue Heimat im UFA-Kino

Mitten in der Dortmunder City befindet sich mit dem „domicil“ ein Forum für aktuellen Jazz und... mehr

Mitten in der Dortmunder City befindet sich mit dem „domicil“ ein Forum für aktuellen Jazz und improvisierte Musik. Dabei bietet die Spielstätte in der Hansastraße vom Konzertsaal über eine Lounge und Bar mit eigener Gastronomie bis hin zum Club vielfältige kulturelle und kulinarische Möglichkeiten.

Begonnen hatte alles im Jahr 1969, als die erste Spielstätte im Dortmunder Norden eröffnet wurde. Von engagierten Vereinsmitgliedern gegründet, wurde aus dem anfänglichen Geheimtipp schnell eine bekannte Größe in Sachen Jazz. In den letzten Jahren wurde das domicil vom amerikanischen Downbeat Magazine sogar mehrfach zu einem der 100 besten Jazzclubs weltweit gekürt.

Ein wichtiger Meilenstein in der Geschichte des domicils war der Umzug in das ehemalige UFA-Kino aus den 50er Jahren, das sich an der Hansastraße befindet. Dabei wurde die positive Ausstrahlung der vorhandenen Architektur als formale Grundlage für eine atmosphärische Ausrichtung des Jazzclubs freigelegt und in ihrer originären Kraft wiederhergestellt. Die Geschichte, die der neue Jazzclub erzählen sollte, war die Melange aus der Stimmung des alten Kinos und den Vorstellungen der Besucher an einen Jazzclub. Die Überlagerung von Erinnerung an wohl vertraute Räume und dem musikalischem Programm sollte eine kraftvolle Identität für die zukünftigen Konzertveranstaltungen in den neu­en Räumen schaffen.

Als großes Zeichen für diese Metamorphose von vorhandener Bausubstanz und neuem Inhalt wurde eine Fassade konzipiert, die im Tageslicht wie das Gebäude selbst erscheint und sich mit Beginn des Abends in einen goldenen Rahmen mit scheinbarem Blick auf das musikalische Ereignis verwandelt. Dieser abendliche Eindruck ist der Auftakt zur Inszenierung vom ehemaligen Kinofoyer als Bar und Lounge, dem Treppenhaus als Teil der Lounge und großer Aufgang zum Jazzclub und neuem Konzertsaal.

Die obere Etage des Kinos wurde in zwei Räume verwandelt, die zum einen dem 35 Jahre alten Jazzclub für 150 Besucher und zum anderem den multifunktionalem Konzertraum (ehemaliger Kinosaal) für maximal 500 Besucher entsprachen. Für das Storytelling und die atmosphärische Gesamtplanung war das Büro Andreas Hanke, Architekt verantwortlich. Die Duchführung übernahm das Architekturbüro Heiderich, Hummert und Klein.

www.andreas-hanke.de

Architekten Andreas Hanke www.andreas-hanke.de Heiderich, Hummert und Klein... mehr

Architekten

Andreas Hanke
www.andreas-hanke.de Heiderich, Hummert und Klein
www.heiderich-hummert.de

Fotografie

Cornelia Suhan
www.suhan-fotografie.com