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Bezahlbare Wohnqualität

In Duisburg gelingt geförderter Wohnungsbau mit ansprechender Architektur

Im Ruhrgebiet sind Flächen für eine Neubebauung rar. Immer wieder stehen Architekten daher der... mehr

Im Ruhrgebiet sind Flächen für eine Neubebauung rar. Immer wieder stehen Architekten daher der Aufgabe gegenüber, zeitgemäße Neubauten harmonisch in ihr bestehendes und über Jahrzehnte gewachsenes Umfeld zu integrieren. Diese Herausforderung haben Tolckmitt + Brinker Architekten im Auftrag der Gebag Duisburger Baugesellschaft mit einem Mehrfamilienhaus in Homberg auf unspektakuläre und gleichzeitig souveräne Art gelöst. Der neue Baukörper mit 14 Wohnungen findet seinen Platz zwischen historischer Zechenbebauung sowie Zeilenbebauungen der 1950er-Jahre und fungiert dort als verbindendes Element zwischen den beiden gegensätzlichen Typologien.

Vorangegangen war auf dem Baugrundstück der Abbruch von zwei Zechenhäusern mit erheblichem Sanierungsstau. Das darauf neu entstandene barrierearme Mehrfamilienhaus bietet mit 1.000 m² deutlich mehr Wohnfläche und Platz für 14 öffentlich geförderte Zwei- bis Vierzimmerwohnungen mit Wohnflächen zwischen 49 bis 101 m². Der Übergangsbereich zur Zechensiedlung ist gekennzeichnet durch eine zweistöckige Bebauung mit Satteldach aus schiefergrauen Flachziegeln und moderner Kastenrinne ohne Dachüberstand. In Richtung der Zeilenbebauung der 1950er-Jahre wächst das Gebäude um zwei weitere Vollgeschosse mit Flachdach in die Höhe. Zusammengefasst wird der Neubau durch einen Sockel aus basaltgrauen Klinkerriemchen – eine Reminiszenz an die Zechenbebauung, jedoch in Format und Farbe bewusst modern interpretiert. Kontrastierend dazu erstrahlt die Fassade im freundlichen Kieselton. Die Erschließung des Gebäudes erfolgt von der Hubertus- und Jägerstraße, ein barrierefreier Zugang mit Rampe befindet sich auf der Rückseite. Die Erdgeschosswohnungen verfügen über Mietergärten, alle anderen sind mit großzügigen Balkonen ausgestattet. Ein gemeinsamer Quartiersspielplatz sowie eine Fahrradgarage mit Lademöglichkeit für E-Bikes stehen allen Mieter:innen zur Verfügung. Wichtig war den Essener Architekten, zeitgemäße, helle und offene Grundrisse zu schaffen, die eine hohe Wohnqualität bieten. Dabei galt es, stets die Vorgaben und Anforderungen des geförderten Wohnungsbaus umzusetzen. Die Räume sind mit Designböden aus Vinyl versehen, die barrierefreien Bäder erhalten Tageslicht und sind mit großformatigen Fliesen ausgestattet.

www.architekten-tb.de

Fotos:

TB Architekten/U. Karamanlar
GEBAG / Daniel Koke Fotografie

(Erschienen in CUBE Ruhrgebiet 04|22)

Architekten: Tolckmitt + Brinker Architekten www.architekten-tb.de Fassade: Klinker und... mehr
Architekten:

Tolckmitt + Brinker Architekten
www.architekten-tb.de

Fassade:

Klinker und Flachziegel
Wienerberger AG
www.wienerberger.com

Bodenbeläge:

Kerateam
www.kerateam.de
Palio
www.palioflooring.com
Villeroy & Boch
www.villeroy-boch.de

Tapete (Rauhfaser):

Erfurt
www.erfurt.com

Wandfarbe:

Caparol
www.caparol.de

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