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Bauen für die Familie

Eine besondere Herausforderung

Als Architekt für die eigene Familie zu entwerfen und zu bauen ist ein Balance-Akt: Es gibt wohl... mehr

Als Architekt für die eigene Familie zu entwerfen und zu bauen ist ein Balance-Akt: Es gibt wohl kaum einen Auftraggeber, der einem mehr am Herzen liegt. Kaum einen, bei dem man sensibler darauf achten muss, Wunschtraum und Realität, Raumvorstellungen und finanzielle Möglichkeiten unter einen Hut zu bringen. Im Fall des Architekturbüros Eickelkamp und Rebbelmund war es die Schwester eines Architekten, die mit ihrem Mann völlig unerwartet ein bezahlbares Grundstück gefunden hatte und bauen wollte.

Für die Realisierung des Bauvorhabens gab es von Anfang an zwei feste gemeinsame Regeln. Erstens: Es sollte kein Haus wie jedes andere entstehen. Zweitens: Das Budget ist begrenzt und wird unter allen Umständen gehalten. Auf dem rechteckigen, nach Norden ausgerichteten Grundstück mussten das Raumprogramm für eine vierköpfige Familie und eine Doppelgarage untergebracht werden. Die Vorstellung, ein zweigeschossiges Flachdachhaus mit Keller zu bauen, wurde zugunsten der zweiten Regel geopfert. Ein ausgebauter Dachstuhl bietet mehr Nutzfläche als die vorgesehene Teilunterkellerung, bindet das Gebäude deutlich harmonischer in den städtebaulichen Kontext ein und ist erheblich kostengünstiger. Also „Dach statt Keller“.

Um dem ursprünglichen Wunsch der Bauherren nach Modernität, klaren Linien und reduzierten Formen dennoch entsprechen zu können, wurde der Baukörper als präziser Kubus auf einem Rechteck entwickelt. Das Dach ist als Prisma mit 45° Neigung daraufgestellt und hat innenliegende Rinnen ohne Dachüberstand. Auch die Fallrohre liegen innen und wurden reversibel ausgebildet. Alle Kanten sind bewusst scharf gestaltet und im Detail so reduziert wie möglich durchgebildet.

Eine Putzfassade war grundsätzlich gewünscht, sollte aber nicht weiß sein. Der gewählte Farbton in Verbindung mit der enorm präzisen Verarbeitung verleiht dem Gebäude seinen besonderen Reiz und unterstreicht im Zusammenspiel mit den weißen Fenstern und Kontrastflächen den gestalterischen Grundansatz.

Wegen der Verschattung durch die Gebäude und Bepflanzungen der unmittelbaren Nachbargrundstücke wurde die Garage im Westen angelegt. Dadurch war es möglich, Kochen, Essen und Wohnen als fließendes Raumkonzept im Erdgeschoss entlang der Ostseite anzuordnen und die Fassade großzügig zu öffnen. Auch nach Süden, also zur Straße hin, bekam die Küche ein großes Fenster und eine vorgelagerte Sonnenterrasse, die durch eine immergrüne Hecke geschützt ist. Auf diese Weise ist es gelungen, die wesentlichen Wohnbereiche nicht nur mit Tageslicht, sondern auch mit Sonne zu versorgen. Aus gestalterischen wie auch aus Kostengründen wurden statisch nicht erforderliche Wände durch entsprechend gestaltete Schrankmöbel ersetzt, was den offenen Raumeindruck zusätzlich steigert. Ein gelungener Balanceakt.
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Architekten Eickelkamp + Rebbelmund Architekten www.er-architekten.de Fotos Jacob... mehr

Architekten

Eickelkamp + Rebbelmund Architekten
www.er-architekten.de

Fotos

Jacob Sokoll
www.jacob-sokoll.de

Rohbauarbeiten

Bauunternehmung Bernhard Gertz

Putzfassade

Hütter-Dämmputz

Holzfenster       

Fischer&Hölker
www.fischer-hoelker.de

Heizung/Sanitär

Bohres
www.bohres.de

Malerarbeiten    

Malerbetrieb Adam
www.maler-adam.de

Fliesenarbeiten / Bodenbeläg

Raummanufaktur Buschmann
www.buschmann-gruppe.de