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Intelligente Verknüpfung

Um- und Neubau sichert Bestand und soziale Vielfalt in der Nachbarschaft in St. Johann

Eine der Qualitäten des sich rasant wandelnden und durch die Nähe zu Rhein und Stadtmitte... mehr

Eine der Qualitäten des sich rasant wandelnden und durch die Nähe zu Rhein und Stadtmitte beliebten Wohn- und Industriequartiers St. Johann in Basel ist das enge Nebeneinander von Alt- und Neubauten und die damit verbundene soziale und kulturelle Durchmischung. Diese Koexistenz wurde von HHF Architekten bei dem Projekt an der Ecke Lichtstraße/Kraftstraße aufgegriffen und bewusst beibehalten. Nur eines der vier Häuser in dieser Ecksituation wurde durch einen Neubau ersetzt, während die drei anderen Häuser renoviert und aufgefrischt wurden und von der Infrastruktur des Neubaus profitieren. Durch diese raffinierte Verknüpfung konnte günstiger Wohnraum erhalten werden: Teilweise sind die Mieter innerhalb der Liegenschaft umgezogen. Zwischen die Bestandsbauten schiebt sich der Neubau in zeitgemäßer Architektursprache. Die versetzten Balkone sind zum Park orientiert.

Das Äußere der ursprünglich vier Mehrfamilienhäuser von 1902 war zwar zum großen Teil noch im Originalzustand erhalten, aber die Gebäude waren im Lauf der Zeit nur minimal renoviert und modernisiert worden. Zustand, Größe und Ausbaustandard entsprachen nicht mehr den heutigen Bedürfnissen. Fast allen Wohnungen fehlte ein eigenes Bad, es gab keine zentrale Anlage für Heizung und Warmwasser.

Die Häuser entlang der Kraftstraße wurden von den Architekten weitgehend in ihrer ursprünglichen Form belassen, sanft saniert und durch Bäder in den Wohnungen ergänzt. Das Gebäude an der Lichtstraße 9 wurde durch einen architektonisch und ökologisch zeitgemäßen Neubau ersetzt.

Im Innenhof ermöglicht jetzt ein neues zentrales Treppenhaus mit Liftanlage einen gleichzeitigen, direkten Zugang zum neuen Gebäude an der Lichtstraße und zu den bestehenden Häusern an der Kraftstraße. Die Treppe führt entlang der alten Fassade, deren Fenster zur Belichtung der sonst einseitig orientierten Wohnungen beibehalten wurden. Die bestehenden Treppenhäuser wurden abgerissen und die frei gewordene Fläche den Altbauwohnungen zugeschlagen. So konnte die Attraktivität der verbleibenden Altbauten gesteigert und der Bestand und die Vermietbarkeit längerfristig garantiert werden.

www.hhf.ch

Architekten: HHF Architekten www.hhf.ch Fotos: Maris Mezulis... mehr

Architekten:

HHF Architekten
www.hhf.ch

Fotos:

Maris Mezulis
www.maris-mezulis.divisare.pro