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Ein Statement in Rot

Das Stadtmuseum in Lahr ist ein architektonisch gelungener Wurf

Was lange währt, wird endlich gut. Dieses Sprichwort trifft auf das neue Stadtmuseum Lahr... mehr

Was lange währt, wird endlich gut. Dieses Sprichwort trifft auf das neue Stadtmuseum Lahr besonders zu. Viele Jahre gab es Anläufe zur Modernisierung und Neugestaltung des stadtgeschichtlichen Museums, um dann jedes Mal verworfen zu werden. Erst als die historische Tonofenfabrik als geeigneter Ort für eine Dauerausstellung und zur Etablierung einer professionellen Museumspädagogik ins Gespräch kam, kam Bewegung in die Sache. Und seit Frühjahr 2018 schmückt sich Lahr mit einem Museum, dessen Anbau für Furore sorgt. Dass dieses Bauteil, dem seine Funktion nicht gerade von vornherein eine Hauptrolle in einem architektonischen Gesamtgefüge zugedacht wird, hier im Mittelpunkt steht, hat es Heneghan Peng Architects zu verdanken. Die Architekten mit Büros in Dublin und Berlin haben diesen Anbau als Erschließung des Gebäudes entwickelt, der die Färbung des Sandsteins des denkmalgeschützten, von Carl Meurer entworfenen Fabrikgebäudes aus dem 19. Jahrhundert aufnimmt. In den roten Beton wiederum sind dem Lauf der Treppen im Inneren entsprechend, schmale Fensterbänder integriert. Das Gebäude liegt strategisch günstig im Stadtzentrum unweit des „Storchenturms“, dem Wahrzeichen der Stadt und Überrest der mittelalterlichen Tiefburg, und der Stadtmauer. Es öffnet sich an einer Ecke einladend für die Besucher und markiert damit klar den Haupteingang des Museums. Dieser führt ins Erdgeschoss, in dem Foyer und Café, der Museumsshop und ein Teil der Dauerausstellung untergebracht sind. Durch den neuen Anbau mit Treppenhaus und Aufzug erschließen sich dem Besucher die weiteren Etagen. Die Betonfertigteile außen sind pigmentiert und mit profilierter Oberfläche, innen wird der warme Rotton mit Einbauten aus kräftigem dunkelrotem Metall kombiniert.
 
Die Ausstellungsgestaltung stammt von MuesoConsult und Studio Kernland, die die drei Stockwerke der Dauerausstellung thematisch gegliedert haben. Im Untergeschoss sind Archäologie und Frühgeschichte untergebracht, im Erdgeschoss befinden sich der öffentliche Bereich sowie die Dauerausstellung und im Obergeschoss haben Industriegeschichte und Garnisonsstadt Einzug gehalten. Das zweite Obergeschoss wird für Veranstaltungen sowie Sonder- und Wechselausstellungen genutzt. Im Dachgeschoss befindet sich die Verwaltung.

www.stadtmuseum.lahr.de

Architekten: heneghan peng architects www.hparc.com Fenstersanierung, Holzfenster: Max... mehr

Architekten:

heneghan peng architects
www.hparc.com

Fenstersanierung, Holzfenster:

Max Wehrle
www.wehrle-fensterbau.de

Metalltüren, Fenster:

Hewe Glas- und Metallbau
www.hewe-lahr.de

Fenstereinbauten, Tischlerarbeiten:

Schreinerei Kindle
www.schreinerei-kindle.de

Metallbau:

Bucher Metallbau
www.metallbau-bucher.de

Sanitär, Heizung:

Burg
www.burg-shk.de

Elektro:

Elektro Junker
www.elektro-junker.de

Putz:

Klaus Schwarzwälder
www.klaus-schwarzwaelder.de

Bodenbelag:

Deco Point Mayer Raumausstattung
www.mayer-deco-point.de

Malerarbeiten:

R. Bühler Malerbetrieb
www.maler-buehler.de

Innenausbauten:

Büchner Möbel
www.buechner-moebel.de

Sitzmöbel:

Brunner
www.brunner-group.com

Lichtinstallation:

Rudolf Lichtwerbung
www.rudolf-lichtwerbung.de

Fotos:

Ronald Buck, Lahr
www.ronaldbuckphotos.com