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Alt und Neu in Harmonie

Der Umbau einer Scheune in ein Wohnhaus ist gelungen

Die Besitzer einer Scheune in Karlsruhe planten, dem an ein Wohnaus grenzenden und kaum mehr... mehr

Die Besitzer einer Scheune in Karlsruhe planten, dem an ein Wohnaus grenzenden und kaum mehr genutzten Gebäude neues Leben einzuhauchen. Das neue Haus sollte auf Basis jener aus dem Jahr 1870 stammenden Scheune entstehen, die bereits viel mitgemacht hatte. Sie wurde im Krieg mehrmals beschädigt und das Holz im Inneren war im Laufe der Jahrzehnte kaputt gegangen. Als die Idee reifte, die Scheune in ein Wohnhaus umzubauen, wurde eine Bestandsaufnahme gemacht, die ergab, dass es durchaus Erhaltenswertes gab, wie etwa die dicken Natursteinwände und der Giebel.

Die beauftragten Architekten Löffler Schmeling aus Karlsruhe etwickelten die Idee, zwischen diesen beiden Giebelwänden ein neues Gebäude aufzuspannen, in dem eine Gaupe im Dach auch den Blick in Richtung Stadt ermöglicht. In Absprache mit den Bauherren sollten die Natursteinwände erhalten bleiben und in Kombination mit den neuen Materialien Stahl und Holz als Gestaltungsmittel sichtbar altes und neues miteinander verbinden. Außen kleiden nun carbonisierte Lärchenbretter das Gebäude ein, der Dachüberstand und der Durchgang bestehen aus unbehandelten Lärchenholzleisten. Der Holzbau für Decken, Dach und Wände sollte in Anlehnung an die ehemalige Scheune zwar eine dominante Konstruktion sein, jedoch kein klassisches Fachwerk darstellen, sondern eine moderne Konstruktion, welche die Ausführung in Kreuzlagensperrholz nun widerspiegelt. Die 12 cm starken Wand- und Dachelemente sind teilweise mit Gipsfaserdämmplatten beplankt oder, wie im Dachgeschoss, naturbelassen. Hier wurden die massiven Dachelemente so ausgeführt, dass darüber alle Vertikalkräfte in die Geschossdecke eingeleitet werden und störende statische Elemente wie Pfetten und Stützen überflüssig wurden.

In Kontrast zum sichtbaren Holz stehen die Stützen und Träger in gewalztem Stahl, die selbsttragende Stahltreppe aus gekantetem Blech, der geschliffene Zementstrich im Erdgeschoss und die Natursteine. Die Materialien werden durch eine gezielte Lichtplanung, wie etwa das Lichtband innerhalb des Trägers, in ihrer Wirkung verstärkt.

Das Gebäude entspricht den Kriterien eines Energie-Effizienzhaus KfW-40 und wird über eine Wärmepumpe versorgt, die ihre Energie aus einer Erdsonde bezieht. Zusammen mit der Materialauswahl und der Verwendung alter Bausubstanz ist das Haus ein Beispiel für Nachhaltigkeit, Wohngesundheit, Funktionalität und Ästhetik.

www.loeffler-schmeling-architekten.de

Architekten: Löffler_Schmeling Architekten www.loeffler-schmeling-architekten.de... mehr

Architekten:

Löffler_Schmeling Architekten
www.loeffler-schmeling-architekten.de

Stahlbauarbeiten:

Metallbau Meisterart
www.metallbau-meisterart.de

Sicht-Zement-Estrich:

Mortimor
www.mortimor.de

Fenster:

Alber Fensterbau
www.alfodasfenster.de

Holzbau:

Holzbau Großmann
www.holzbau-grossmann.de

Technische Gebäudeausrüstung:

MHK Wärme- und Kältetechnik
www.mhk-regenerativ.de

Fotos:

Jürgen Vogt