Architektur
Kategorie
Sie können noch Themenbereiche dazu wählen
Themen
Interior
Kategorie
Sie können noch Themenbereiche dazu wählen
Themen
Garten
Themen
Kategorie
Sie können noch Themenbereiche dazu wählen
Spezial
Kategorie
Sie können noch Themenbereiche dazu wählen

Garden Futures: Designing with Nature

Ausstellung im Vitra Design Museum vom 25. März – 3. Oktober 2023

Vorschau: vdm_08

Stefano Boeri Architetti, Bosco verticale, Mailand, 2007-2014 © Stefano Boeri Architetti, Foto: Dimitar Harizanov, 202

Vorschau: vdm_07

James Wines, Aquarellmalerei des Highrise of Homes (nicht realisiertes Projekt), 1981, Sammlung Jonathan Holtzman © James Wine

Vorschau: vdm_06

Liz Christy in einem ihrer Gärten an der Lower East Side, New York City, 1975 Foto: Donald Loggins

Vorschau: vdm_03

Piet Oudolf, Oudolf Garten auf dem Vitra Campus, Weil am Rhein, 2020 © Vitra, Foto: Dejan Jovanovic

Vorschau: vdm_02

Derek Jarman, Prospect Cottage, Dungeness, Kent, UK, ab 1986 Foto: Howard Sooley, 1993

Vorschau: vdm_01

Céline Baumann, Das Parlament der Pflanzen, 2020 © Studio Céline Baumann

Gärten sind Spiegel von Identitäten, Träumen und Visionen, sie haben tiefe kulturelle Wurzeln und sind Ausdruck unserer Beziehung zur Natur. Heute ist der Garten viel mehr als ein romantisches Idyll. Gärten sind zu Orten der Avantgarde geworden, dienen als Experimentierfelder für soziale Gerechtigkeit, Biodiversität und eine nachhaltige Zukunft. Mit »Garden Futures« präsentiert das Vitra Design Museum nun erstmals eine große Ausstellung zur Geschichte und Zukunft des modernen Gartens. Welche Ideen und Vorstellungen haben unser heutiges Gartenideal geprägt? Welchen Beitrag leisten Gärten zu einer Zukunft, die für alle lebenswert ist? Diese Fragen untersucht die Ausstellung anhand von vielfältigen Beispielen aus Design, Alltagskultur und Landschaftsarchitektur – vom Liegestuhl bis zur vertikalen Stadtfarm, von zeitgenössischen Community-Gärten über begrünte Gebäude bis hin zu Gärten von GestalterInnen und KünstlerInnen wie Roberto Burle Marx, Mien Ruys oder Derek Jarman. Gestaltet wird die Ausstellung durch das bekannte italienische Designduo Formafantasma.

Der Garten war schon immer ein Raum, in dem die Hoffnung auf eine bessere Zukunft Gestalt annimmt. Wo immer Menschen ein Stück Natur einhegen, um einen Garten anzulegen, spiegelt sich stets auch ihr eigenes Verhältnis zur Natur – und mitunter das ganzer Gesellschaften und Epochen. Das verdeutlichen zum Auftakt der Ausstellung vielfältige Beispiele aus Kunst und Architektur in einer Medieninstallation mit Werken von Hans Thoma, Georg Gerster, Athanasius Kircher, Barbara Stauffacher-Solomon, Gabriel Guevrekian, Alvar Aalto, Thomas Church, Vita Sackville-West, Luis Barragán und anderen. Der Garten erscheint hier als Ort, der sowohl unseren Alltag als auch unsere Fantasie beflügelt und mal ganz praktische, oft aber auch tiefe symbolische oder philosophisch-religiöse Bedeutung hat.

Selbst der intimste Garten ist nie nur persönlicher Rückzugsort, sondern stets auch Zeugnis sozialer und historischer Entwicklungen, politischer und wirtschaftlicher Interessen und kultureller Wertesysteme: Dies thematisiert der zweite Teil der Ausstellung. So wurzelt manche Staude, die heute in westlichen Gärten beheimatet ist, tief in der Kolonialgeschichte. Der Transport lebenderGewächse um die Welt wurde durch den so genannten Wardschen Kasten möglich, der den kommerziellen Pflanzenhandel und den privaten Garten veränderte, den globalen Austausch wichtiger Nutzpflanzen wie Tee oder Kautschuk im Interesse der Kolonialmächte beförderte und eng verknüpft ist mit der Ausbreitung invasiver Arten. Ebenfalls im 19. Jahrhundert entstanden zahlreiche urbanistische Konzepte, die Stadt und Garten miteinander verbinden sollten. So formulierte 1898 der britische Sozialreformer Ebenezer Howard die Idee der Gartenstadt, in der sich auch ärmere Bevölkerungsschichten selbst versorgen können.

Ebenfalls im 19. Jahrhundert entstanden zahlreiche urbanistische Konzepte, die Stadt und Garten miteinander verbinden sollten. So formulierte 1898 der britische Sozialreformer Ebenezer Howard die Idee der Gartenstadt, in der sich auch ärmere Bevölkerungsschichten selbst versorgen können. Die von Liz Christy in New York initiierte Green-Guerrilla-Bewegung wiederum beansprucht den städtischen Garten als Raum für soziale Gerechtigkeit und öffentliche Beteiligung. Diese Bewegung wurde in den 1970er Jahren ausgerufen, doch die von Christy und ihren VorgängerInnen aufgeworfenen Fragen werden noch heute debattiert: Wer hat überhaupt Anspruch auf einen Garten, wozu ist ein Garten gut, und wie können Gärten in ein urbanes Umfeld integriert werden?

www.design-museum.de

NEUES AUS DEN
CUBE-REGIONEN
Wir informieren Sie regelmäßig über interessante Projekte aus neun Metropolregionen
(Sie bekommen eine E-Mail mit einem Bestätigungslink)