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Das kranke(n) Haus: Wie Architektur heilen hilft

Ausstellung im Architekturmuseum der TUM (Pinakothek der Moderne) bis 21. Januar 2024

Vorschau: Prinses-Maxima-Centrum_c-Ewout-Huibers-scaled

Prinses Máxima Centrum Utrecht © LIAG und MMEK', Foto: Ewout Huibers

Vorschau: Krankenhaus-Agatharied-scaled

Kreiskrankenhaus Agatharied Kreiskrankenhaus Agatharied © Nickl & Partner, Foto: Stefan Müller-Naumann

Vorschau: Isala-Meppel_-Leon-van-der-Velden-scaled

Isala Meppel © Vakwerk Architecten, Foto: Leon van der Velden

Vorschau: Friendship-Hospital-Bangladesch_c-Asif-Salman-scaled

Friendship Hospital Satkhira © Kashef Chowdhury/URBANA, Foto: Asif Salman

Vorschau: Bu-rgerspital-Solothurn_Ralph-Feiner-scaled

Bürgerspital Solothurn © Silvia Gmür Reto Gmür Architekten, Foto: Ralph Feiner

Der Krankenhausbau hat als architektonischer Typus eine lange und komplexe Entwicklungsgeschichte, die stark mit den rasanten medizinischen Fortschritten korreliert. Im 20. Jahrhundert wurde der Bau von Kliniken immer stärker von den Faktoren Effizienz, Ökonomie, Flexibilität und Rationalisierung geprägt, sie sind damit zu hoch technisierten Maschinen mutiert. Wesentliche Bedürfnisse und Empfindungen von Kranken und Pflegenden sind dabei zunehmend in den Hintergrund getreten; die psycho-sozialen Konsequenzen dieser Entwicklung wiegen schwer. Die aus Nordamerika stammenden und auch in Europa erfolgreich adaptierten Ansätze einer „Healing Architecture“ haben jedoch in den letzten Jahren den Anstoß gegeben, den Krankenhausbau zu reformieren und den Menschen wieder in den Fokus von Entwurf und Planung zu rücken. Aber obwohl bereits einige erfolgreiche Beispiele „heilender Architektur“ umgesetzt wurden, fehlt es noch immer an einer öffentlichen Wahrnehmung und dem politischen Willen, die deutlichen Ergebnisse einer gesundheitswirksamen Architektur (Evidence Based Design) in der Breite anzuwenden und neue Anforderungen für den Krankenhausbau zu formulieren. Hierzu ist ein grundsätzliches Umdenken über die Rolle der Architektur im Gesundheitswesen und über die Aufgaben und Möglichkeiten des Klinikbaus notwendig.

Die Ausstellung im Architekturmuseum der TUM setzt sich mit den wissenschaftlichen Grundlagen, der Wirksamkeit und der Realisierbarkeit sogenannter „heilender Architektur“ kritisch auseinander. Inhalte und Konzept wurden gemeinsam mit TUM Gastprofessorin Dr. Tanja C. Vollmer entwickelt. Die Ausstellung ist sowohl Standortbestimmung der aktuell spürbaren Bestrebungen, vom „kranken“ Haus zur gesunden Umgebung zu kommen als auch mutiger Blick in eine visionäre Zukunft. Im Zentrum steht die Präsentation von 13 internationalen Fallstudien, die exemplarisch sichtbar machen, wie der Einsatz von gestalterischen Instrumenten aus dem Evidence Based Design zu einer „heilenden“ Krankenhausarchitektur führt.

Die Installationen "Making Sense" der norwegischen Künstlerin und Geruchsforscherin Sissel Tolaas machen „heilende Gerüche“ für die Besucher:innen erfahrbar. Die Schirmherrschaft über die Ausstellung wurde von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach übernommen. Kurator:innen: Tanja C. Vollmer, Andres Lepik und Lisa Luksch. Kuratorische und wissenschaftliche Mitarbeit: Zeynep Ece Sahin, Friedrich Mönninger. Ausstellungsarchitektur: IMS Studio und Friederike Daumiller. Grafikdesign: strobo B M. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog auf deutscher und englischer Sprache: Das Kranke(n)haus. Wie Architektur heilen hilft, Tanja C. Vollmer, Andres Lepik und Lisa Luksch (Hrsg.)

www.architekturmuseum.de