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Zwischenstopp Campus at home

Ein Hotel für gehobene Ansprüche

Martinsried – nicht gerade der Ort, an dem man seine Freizeit verbringen würde. Das könnte sich... mehr
Martinsried – nicht gerade der Ort, an dem man seine Freizeit verbringen würde. Das könnte sich jetzt ändern. Die nüchternen Instituts-Zweckbauten auf dem Wissenschaftscampus haben nun einen Eyecatcher in ihrer Mitte stehen. Er fügt sich stadtplanerisch perfekt auf einem Eck-Areal ein, das bisher freistand. Hier auf dem Campus, wo die Universität München, das Max-Plank-Institut und das IZB (Innovations- und Gründerzentrum Biotechnologie) ihre Institute zusammengefasst haben, steht nun das Hotel „Campus at Home“ – gedacht als Unterkunft für das wissenschaftliche Personal auf Zeit und für Gastprofessoren. Schon beim Betreten umfängt den Besucher eine angenehme Atmosphäre, wie es nur an einem Ort möglich ist, an dem alles stimmt.

Doch zurück zum primären Blickfang, der Fassade: Dem Auge bietet sich beim Näherkommen ein gläserner Turm, der von weißen ornamentalen Aluminiumbändern umrankt wird. Es sind Module, die sich wiederholen, wie eine weiße Metallpflanze, die sich ein Haus ausgesucht hat, um an ihm in die Höhe zu wachsen. Jürgen Stark kann mit Recht stolz sein auf sein Werk – es ist ihm hier ein Wurf gelungen. Ein wenig trug sicher dazu bei, dass der Architekt in den letzten Jahren schon häufig im Hotelbau tätig gewesen und mit dieser Bauaufgabe vertraut war.

Das Gebäude im Einzelnen: Der Grundriss ist am ehesten als ein abgerundetes Polygon zu bezeichnen. Durch einen Windfang betritt man das großzügige Foyer mit einem Empfangstresen, Sitzelementen und einer organisch geschwungenen Bar. Alles ist in grau-braunen und schwarzen Tönen gehalten. Klar, unverschnörkelt, keinerlei unnötiger Zierrat. Der Raum verengt sich ein wenig und wird zum Durchgang zum Restaurant „Seven and more“. Noblesse oblige: Der Küchenchef ist der renommierte Sternekoch Jean-Michel Féret.

Vom 1. bis zum 6. Stockwerk sind die Gästezimmer untergebracht. Auch hier der gediegene, unüberladene Geschmack, der perfekt die Waage zwischen zuwenig und zuviel hält. Ein besonderes Element in den Zimmern ist ein durchgehendes fensterbankartiges Möbel, das sich von der Eingangstür bis zum Bad ausdehnt und immer wieder neue Formen und Funktionen annimmt – mal Schreibtisch, mal Leseliege, mal Ablage oder Sitzbank.

Das Highlight ist on Top – ganz oben: Der sogenannte Faculty-Club dient den Wissenschaftlern zum Meinungsaustausch, bietet einen separaten Raum für kleine Vorträge oder Veranstaltungen. Der offene, fast 200 m2 große Raum ist in strahlendem Weiß gehalten, abgesehen von einer Wand mit den Konterfeis der bayerischen Nobelpreisträger und einer Bar mit einer goldfarbenen Metalleinfassung. Trotz geschosshoher Verglasung darf hier oben eine Terrasse nicht fehlen: Hier öffnet sich der unverzichtbare Blick nach Süden auf das gesamte Alpenpanorama.

Eine weitere Besonderheit des Projektes ist das Lichtkonzept: der Tower wird durchgängig mit einem umfassenden Leuchtensystem von Occhio beleuchtet. Im Erdgeschoss fädeln sich die Aufbaustrahler Più alto in dekorativen Deckengräben auf, die die Formensprache der Fassade spielerisch aufnehmen. Die Gästezimmer erhalten ihre Akzentbeleuchtung mit dem Leuchtensystem Sento in neuester LED-Technologie mit exzellenter Lichtqualität und höchstem Bedienkomfort. Der Faculty Club schließlich ist den Duna Formstrahlern gewidmet, die über die Decke mäandern und das Prinzip der Verschmelzung von Architektur und Beleuchtung fortführen.

www.stark-architekten.de
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Fotos

Robert Sprang
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