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Stein, Glas und Beton

Imposanter Baukörper setzt sich aus drei Ebenen zusammen

Die Lage des 1.800 m² großen Grundstücks in der Gemeinde Schondorf ist eine ganz besondere.... mehr

Die Lage des 1.800 m² großen Grundstücks in der Gemeinde Schondorf ist eine ganz besondere. Eingebettet in einen großen Garten, der dank eigenem Steg einen direkten Seezugang bietet, befindet sich das Bauland unmittelbar am Ammersee und offeriert nicht nur beste Seeaussichten, sondern auch einen freien Blick auf die dahinterliegenden Alpen. Kein Wunder also, dass sich der Bauherr für dieses Stück Land begeistern konnte und nach einem privat ausgelobten Wettbewerb die Architekten Fuchs, Wacker mit dem Bau seines neuen Eigenheims beauftragte.

Dabei wurde die städtebauliche Idee in enger Zusammenarbeit mit der Gemeinde ausgearbeitet und die neue Villa mit großzügigem Abstand zur Straße und den Nachbargebäuden auf der Lage des Vorgängerbaus errichtet. Was den Entwurf und damit das Gebäude selbst auszeichnet, sind die drei deutlich differenzierten Ebenen, die den Baukörper bilden. Während das Untergeschoss nach dem Vorbild einer „Höhle“ in massiver Bauweise aus Maggia Gneis in den Hang eingearbeitet und nur von der Seeseite aus sichtbar ist, ist das Erdgeschoss vollständig verglast.
Bei dem kompakten Obergeschoss, das scheinbar schwebend über dem Erdgeschoss herausragt, handelt es sich um einen geschlossenen Kubus aus Sichtbeton. Hier befinden sich die intimen Wohnräume, sodass – anders als im Erdgeschoss – die Schaffung von deutlich mehr Privats­phäre erforderlich war. Durch diese Bauweise bildet das Erdgeschoss eine horizontale Fuge, die leicht zwischen den soliden Geschossen liegt und nicht zuletzt dazu beiträgt, dass straßenseitig zuerst der geschlossene Kubus des Obergeschosses wahrgenommen wird.

Das Obergeschoss ist mit vorgehängten Sichtbetonelementen verkleidet, wobei die ebenmäßige Oberfläche der eingefärbten, sandgestrahlten Betonplatten die Erscheinung des konkret abgegrenzten Baukörpers unterstützt. Im Erdgeschoss sind zur Straßenseite von Hand nachgedunkelte Baubronze Lamellen vorgehängt, deren feine Struktur einen spannenden Kontrast zur flächigen Fassade des Obergeschosses bildet. Die raue Anmutung der Natursteinplatten, die für den Boden und die Wände des Untergeschosses zum Einsatz kamen, korrespondiert wiederum mit der Lage im Erdreich.

Im Innenbereich sind die großzügigen Wohnbereiche des Erd- und Obergeschosses durch einen imposanten Luftraum miteinander verbunden. Dabei stand bei der Gestaltung des Innenraums, der gemeinsam mit der Innenarchitektin Evi Märklstätter und den Möbelscouts von Stephan Interiors realisiert wurde, vor allem die Schaffung einer erholsamen, ruhigen Atmosphäre im Vordergrund. Hochwertige Materialien für Böden und Wände, Eichenholz und Leder sowie eine Beleuchtung, die je nach Stimmung variiert werden kann, entsprechen diesem Wunsch und machen jeden Raum in dem 520 m² Gebäude zu einem Ort der Entspannung. Nicht zuletzt trägt dazu auch der Eingangsbereich bei, ein Wasserbecken mit Wasserfall und intimem Lichthof umfassend, der dank einer vertikalen Glasfuge den Blick auf den See ermöglicht und eine Verbindung von Außen und dem Wellnessbereich im Untergeschoss schafft.

Mit viel Liebe zum Detail ließen die Bauherren alle Einbauten von den Architekten entwerfen und von Schreinern anfertigen. Ein Beispiel hier­für sind die Türen, welche allesamt raumhoch und rahmenlos ausgeführt sind. Zusätzlich bereichern exklusive Materialien wie Leder, Maggia Gneis und Eichenholz besondere Orte des Hauses wie das Kaminzimmer oder den Wellnessbereich. Auch bei der Auswahl der Möbel scheuten die Bauherren keine Mühen und suchten weltweit nach dem passenden Inventar, das auf Auktionen ersteigert, bei Antiquitätenhändlern gekauft oder bei Möbelherstellern aus Sondereditionen geordert wurde. Und diese Mühen haben sich gelohnt. So steht die eklektizistische Einrichtung in einem spannenden Kontrast zur klaren und zurückhaltenden Architektursprache.

Neben den vielen ästhetischen Aspekten weiß die Villa auch durch ihre Technik zu über­zeugen. So wurden auf dem installierten Bussystem verschiedene Beleuchtungssituationen hinterlegt. Bei der Grundbeleuchtung geht es um reines und funktionales Licht, wobei die Leuchten selbst fast unsichtbar in die Architektur integriert sind. Die dekorativen Leuchten sind eher als Möblierung beziehungsweise als Kunstobjekte zu verstehen. Zusätzlich lässt sich von jedem Platz im Haus und Garten die Stereoanlage steuern und Musik genießen. Besonderheiten, welche die Architek­ten in Kooperation mit Licht-, Audio- und Elektro­planern realisiert haben.

www.fuchswacker.de

Architektur architekten bda: FUCHS, WACKER www.fuchswacker.de Bauleitung VONMEIERMOHR... mehr

Architektur

architekten bda: FUCHS, WACKER
www.fuchswacker.de

Bauleitung

VONMEIERMOHR Architekten
www.vonmeiermohr.de

Fotos

Johannes Vogt
www.johannes-vogt.de