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LuxusWohnen im Bestand

Wie aus einem Heizkraftwerk ein Wohnhochhaus für höchste Ansprüche wird

Das städtisches Heizkraftwerk Müllerstrasse 7 wurde 1956 gebaut und wurde 2007 stillgelegt. Mit... mehr
Das städtisches Heizkraftwerk Müllerstrasse 7 wurde 1956 gebaut und wurde 2007 stillgelegt. Mit Umstieg auf andere Technologien wurde das Gelände von den Münchner Stadtwerken verkauft, der Turm entkernt und etliche Betonflachbauten, die sich als gigantischer Komplex mit enormer Höhe und Dichte um den Turm scharten, wurden abgerissen.

Bei einem Wettbewerb zur Neubebauung des Geländes und zur Erschliessung des Turmes als Wohngebäude gewann das Berliner Büro Léon, Wohlhage, Wernik den ersten Preis. Hilde Léon, die gemeinsam mit ihrem Büropartner Wernik bereits etliche Projekte in der Stadt realisiert hat, machte die Entwurfsplanung, die Ausführungsplanung wurde von der realisierenden Baufirma übernommen. Der Bauumfang wurde immer noch mehr erweitert, heute ist der 60 Meter hohe Turm in ein Karree von Wohngebäuden zu seiner Rechten integriert, zur linken schließt sich ein U-förmiger Bürokomplex in Richtung Corneliusstrasse an.

Der Turm, weithin sichtbar, hatte früher eine mit bläulichem Blech verschalte Fassade. Hier haben die Architekten nun, entsprechend den Anforderungen für ein Luxusobjekt, eine vollverglaste Fassade mit etagenhohen Fenstern anbringen lassen. Hilde Léon: „Bei der Fassade war es uns wichtig, dass strenge Raster des ehemaligen Heizungsturms als Thema der Fassade des Wohnturms aufzunehmen, allerdings mit großen Formaten, mit feinen Profilen und eleganten Proportionen. Das war nur mit Schiebefenstern möglich, die zudem so weit zu öffnen sind, dass die ganze Wohnung zur Loggia wird.“ In den untersten vier Geschossen liegt die doppelgeschossige Eingangshalle, eine Kita und ein Wellnessbereich. Vom 5. bis zum 16. Stockwerk sind Wohnungen, maximal vier pro Etage, mal zwei, mal auch nur eine auf einer Grundfläche von 300 m² eingeplant. Der offene Grundriss und die mannigfaltigen Anschlußmöglichkeiten für Strom, Wasser, Gas, Heizung gestatten den Bewohnern eine individuelle Raumaufteilung. In den oberen Stockwerken bietet sich ein gigantischer Blick über die gesamte Stadt, die Altstadt gen Norden, und nach Süden bis in die Berge.

Alle Wohnungen werden vom Erdgeschoss des Hochhauses aus erschlossen. Von hier gelangt man in den Innenhof, um den sich die Wohnungen gruppieren, ein Teich, umsäumt von Bäumen ist für die Gestaltung des Hofes (Prof. Christiane Sörensen, Landschaftsarchitektin) vorgesehen. Das Hofhaus hat unterschiedliche Höhen, so entstehen Dachterrassen und ein zu geschlossener Eindruck wird vermieden. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt ist der Rohbau abgeschlossen. Nun kann der Innenausbau beginnen. Mitte 2014 müsste ,The Seven‘ fertig und beziehbar sein.

Das Bürogebäude auf der anderen Seite besticht von aussen durch einen Knick in der Fassade und seine vermeintlich tiefen Fensterlaibungen, die sich bei genauerem Hinsehen als konkav erweisen - was den Effekt erzeugt, dass sich die Fassade beim Vorbeifahren je nach Blickwinkel ständig verändert.

Ein schönes, das Viertel aufwertendes Gebäudeensemble - für die, die sich`s leisten können - oder wie der Bayer sagt: ,Wer ko, der ko‘.

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www.leonwohlhagewernik.de
Architekten Léon Wohlhage Wernik www.leonwohlhagewernik.de Fotos/Abbildungen aiP... mehr

Architekten

Léon Wohlhage Wernik
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aiP Gärtnerplatz GmbH & Co.KG
www.aip.eu Léon Wohlhage Wernik
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