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Klassisch trifft modern

Zwei stilistisch völlig verschiedene Wohnhäuser bilden ein Ensemble in Bogenhausen

Die Trogerstraße hat schon viele Wandlungen erfahren und steht jetzt wieder am Beginn eines... mehr

Die Trogerstraße hat schon viele Wandlungen erfahren und steht jetzt wieder am Beginn eines neuen Kapitels. Sie verbindet die Prinzregenten- mit der Einsteinstraße, beginnt im Süden im lebendig-mittelständischen Haidhausen und endet im Norden im nobel-hochherrschaftlichen Bogenhausen. Für den Durchgangsverkehr ist die Straße etwa auf der Hälfte gesperrt, dies ist dem Krankenhaus „Rechts der Isar“ geschuldet, das einen Großteil des Karees einnimmt. Lediglich Anwohner und Krankenwagen dürfen passieren. Als sei die Symbiose/Verbindung der beiden Stadtteile Teil der Bauaufgabe, planten die Architekten Landau + Kindelbacher auf einem Grundstück mit der Nummer 19 + 19a ein klassisch-konservatives Vordergebäude und ein modern-extravagantes Haus als Rückgebäude an. Das Vordergebäude schließt den Blockrand und zollt formal seinen Nachbarn, wunderschönen, gut erhaltenen und unter Denkmalschutz stehenden Gründerzeithäusern, Respekt. Vom Entwurfsgedanken her ist es ein historisierendes Gebäude und es nimmt formal Elemente der Umgebung auf: Ein siebengeschossiges Wohngebäude mit zwei Erkern, Kammputz, einer Sockelzone und einem Satteldach, um den Eindruck eines geschlossenen Ensembles zu bewahren. Der rückwärtige Nachbar hingegen kommt mit fünf Stockwerken aus, hat ein Flachdach und eine vollverglaste Fassade mit dunkel getönten Scheiben und Faltschiebeläden aus Aluminiumpaneelen mit ornamentalem Lochmuster in einem goldbraunen Farbton. Während das Vorderhaus eine Lochfassade mit „normalen“ Fenstern hat, sind hier die Fenster raumhoch.

Zusammen rahmen die beiden Wohnhäuser einen Garten ein, der absolut lärmgeschützt mit Sitzgelegenheiten als Ruhezone genutzt werden kann. Hier im Innenhof gibt es auch unterschiedlich gestaltete Balkone, Stabgeländer am Vorderhaus, mit Metallplatten verkleidet am Hinterhaus. Die Perforierung der Paneele dient als Sichtschutz von außen und filtert das Sonnenlicht im Innern. Auf 3.400 m² wurden hier insgesamt 26 Wohnungen – 17 vorn und neun hinten – geschaffen sowie eine zweigeschossige Tiefgarage. Landau + Kindelbacher sind sowohl im Hochbau als auch im innenarchitektonischen Bereich tätig. Konsequenterweise setzten sie im straßenseitigen Haus den gründerzeitlichen Duktus auch im Innern mit einer klassischen Raumfolge fort. Die Wohnungen sind mit Fischgrätparkett, aufgesetzten Sockelleisten und Stuckelementen ausgestattet. Die Grundrisse im modernen Gebäude sind loftartig offen, die Eichenböden als Dielenparkett verlegt.

www.landaukindelbacher.de


Fotos:

Ortwin Klipp
www.ortwinklipp.de

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