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Klar und strukturiert

Die neue Firmenzentrale Hönninger ist kein beliebiger Gewerbebau

Die mittelständische Bauunternehmung E. Hönninger stellt einen hohen Anspruch an handwerkliche... mehr
Die mittelständische Bauunternehmung E. Hönninger stellt einen hohen Anspruch an handwerkliche Qualität und optische Finesse. Im täglichen Geschäft verarbeitet das bereits seit drei Generationen familiengeführte Unternehmen vor allem Ortbeton und Fertigteilbeton bei Tragstrukturen und Fassaden für Kunden wie die Allianz Arena, BMW und DLR. Genau dieser Anspruch sollte auch beim Neubau ihrer eigenen Firmenzentrale mit der Erweiterung des Fertigteilwerks und Bauhofs nach Westen zum Ausdruck kommen, der Anfang 2014 fertiggestellt wurde.

Der vom Münchner Büro a + p Architekten geplante, markante Baukörper in Eglharting im Osten Münchens setzt sich mit seiner klaren Struktur und eleganten Optik deutlich von der üblichen Architektur deutscher Gewerbegebiete ab, in denen vielerorts reine Zweckbauten mit oftmals nur wenig Anspruch an architektonische Gestaltung errichtet werden. Beton und Holz waren für den Bauherren beim Entwurf die bestimmenden Materialien, bei der Verarbeitungsart und Schalung die Qualität eines Rohbauunternehmens bestimmen. Für Hönninger entstand ein Gebäude mit einer Bruttogeschossfläche von 2.177 m², dessen klare Grundlinien und die strukturierte Fassade durch die Fenster, regelmäßig abgesetzt durch horizontale und vertikale Stahlbeton-Elemente, einen ruhigen und bodenständig-stabilen Charakter erhielt. Die wechselnde Richtung der vertikal vorgehängten Elemente verleiht der Fassade ein lebendiges Schattenspiel. Die raumhohen Fenster in Holz-Alukonstruktion, mit Sonnenschutz im Scheibenzwischenraum, bestimmen den wechselnden Rhythmus der Faltung der Fassadenelemente. Die Entwässerung der Fensterbleche erfolgt innenseitig, um Verschmutzung zu reduzieren. Der Fensteranteil mit Dreifachverglasung liegt unter 50%, was vom Bauherren so gewollt war, da durch den hohen Anteil massiver Bauteile bei Wänden und Decken eine ausgeglichene Innenraumtemperatur entsteht und somit Energie eingespart und auf ein Kühlsystem verzichtet wurde. Zur primären Energieerzeugung dienen drei Absorptions-Wärmepumpen aus Grundwassernutzung.

Besonderes Augenmerk legten a + p Architekten, Dickhoff, Kellner und Krämer, schon im Vorfeld auf die optimale Auswahl des Materials: Anhand verschiedener Fassadenmuster wurde die Beschaffenheit und Erscheinung der unterschiedlichen Betonmischungen getestet und ausgewählt. Alle Fassaden-Betonelemente wurden schließlich in Holzschalung scharfkantig hergestellt, dem Beton Weißpigment-Zuschlag beigemischt und die Oberflächen hydrophobiert. Die tragenden Bauteile der Außenwände (Ortbeton und Fertigteile), Innenwände und Stützen erhielten Glatt- und Strukturschalungen. Neben dem Baustoff Beton reduzieren sich die Materialien beim Innenausbau auf Gipskarton an den Bürotrennwänden sowie Holz an Fenstern, teilweise auch auf den Böden und Decken, markant zum Beispiel am Entree des Firmensitzes. Im Inneren schwingt sich eine leicht gewendelte Freitreppe nach oben. Als Farbtupfer, zum Beispiel für die Eingangstür und die Empfangstresen, wurde die Hönninger Logofarbe Blau gewählt.

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Fotos

Michael Voit
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