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Eine Gartenanlage für das ehemalige Togalgelände

Das ehemalige Togalgelände in Bogenhausen wurde nach Verlegung des Firmenstandorts an die... mehr

Das ehemalige Togalgelände in Bogenhausen wurde nach Verlegung des Firmenstandorts an die Bayerische Hausbau verkauft. Bei dem Areal handelt es sich um ein absolutes Filetgrundstück von mehr als 5.000 m², umgeben von denkmalgeschützten Wohnhäusern und zwei Villen inmitten von Parks: der Bürgermeistervilla im Süden und dem Bundesfinanzhof im Norden. In einem Wettbewerb, der die Landschaftsarchitektur mit einschloss, belegten Laux Architekten mit NowakPartner Landschaftsarchitekten den ersten Platz. Heute steht die Togal-Villa unter Denkmalschutz und musste in die Planung mit einbezogen werden. Der Entwurf von Laux sah ein Bürogebäude an der Nordostecke vor und drei Wohnhäuser mit neuer Durchwegung als Verbindung zwischen Hebel- und Törringstraße. Swantje Nowak, Nicolas Müller und ihr Team verwirklichten ein Konzept, das eine Mischung aus alt und neu auch bei der Gartengestaltung zum Ausdruck bringt und dabei das Alte neu interpretieren sollte. Es wurden klassische Gartenelemente aus der Bauzeit der Villa (Ende des 19. Jahrhunderts) übernommen und in eine jetzige Formensprache übersetzt. In jedem der durch die Neubebauung entstandenen Räume sollte dieses Konzept spürbar werden. Die Grünflächen umfassen einen großen zentralen Gartenraum und mehrere schmale Streifen – vorn an der Ismaninger Straße sowie hinter und zwischen den Wohngebäuden. Der denkmalgeschützte alte St. Georg-Brunnen, der ursprünglich im Innenhof stand, wurde an den öffentlichen Eingang zum Garten an der Ismaninger Straße versetzt. Der Großteil des Hauptgartens besteht aus einer Rasenfläche. Gruppen von Buchsbaumbüschen, oder wie Swantje Nowak es nennt, „Buchswolken“ sind lose über die Grasflächen verteilt. Wenige aber gezielt platzierte Spielplatzelemente und Bänke zum Verweilen wurden integriert, denn bei Planungs- und Baubeginn war noch nicht klar, welche Mieter oder Eigner hier einziehen würden. Nun sind es zwar erstaunlich viele junge Familien mit Kindern geworden, es hätten aber auch Senioren, Singles oder „double-income-no-kids“-Paare sein können – es musste also für jede Eventualität etwas dabei sein. Zur optischen Auflockerung gibt es zwei versetzt gepflanzte, schlanke und hohe Zierkirschbäume sowie eine Reihe von schirmförmigen Hainbuchen, um eine etwaige Strenge mit etwas Spielerischem auszugleichen. So wird auch die nicht unbeachtliche Masse der umstehenden Baukörper mit etwas Kleinmaßstäblichem aufgelockert. An der Straße wiederum wurden Gleditsien gepflanzt, des weiteren kamen Felsenbirnen und Zierapfelbäumchen zum Einsatz. An den Hauswänden fügten die Landschaftsarchitekten doppelte Heckenformate hinzu – eine niedrige und eine höhere, die wie eine Theaterbühne erscheinen.

www.la-nowak.de

Garten- und Landschaftsarchitekten: NowakPartner Landschaftsarchitekten www.la-nowak.de... mehr

Garten- und Landschaftsarchitekten:

NowakPartner Landschaftsarchitekten
www.la-nowak.de

Architekten:

Laux Architekten
www.lauxarchitekten.com

Fotos:

Niv Abootalebi